Kategorie:Grünkohl

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Grünkohl Holsteiner Art

Grünkohl ist eine würzige und süßlich-herbe Kohlart und wird durch die Einwirkung einer späten Ernte noch im Geschmack verfeinert.

Trugschluss[Bearbeiten]

Dass Grünkohl Frost braucht, um besser zu schmecken, ist ein Trugschluss: Es ist die späte Ernte, die zwangsläufig (meist) mit Frösten einhergeht. Auch vollzieht sich die Geschmacksentwicklung nur an der lebenden Pflanze, weshalb eine Lagerung in der Tiefkühltruhe keine Geschmacksverbesserung bringt. Reifer (also spät zu erntender) Grünkohl enthält kaum noch Stärke, die zum geschmacksverbesserndem Zucker umgewandelt werden könnte, bildet durch Photosynthese jedoch weiterhin den Traubenzucker.

Synonyme[Bearbeiten]

Braunkohl (Braunschweig, Hannover, Magdeburger Börde und Bremen), Hochkohl, Winterkohl, Strunkkohl, Krauskohl oder auch nur Kohl, Federkohl (Schweiz), Lippische Palme (Ostwestfalen-Lippe), Oldenburger oder Friesische Palme (Ostfriesland).

Verwendung[Bearbeiten]

Im Süden der Länder Deutschland, Schweiz und Österreich ist er weniger bekannt. Da diese Kohlart oftmals mit sehr viel Fett zubereitet wird, um schmackhaft zu werden, ist sie in dieser Zubereitungsart nicht als diätisches Lebensmittel zu empfehlen. Das kann man aber auch etwas entschärfen, indem man nicht die klassischen Zugaben einsetzt, sondern dem Grünkohl magereres Fleisch hinzugibt. Klassische Zugaben sind Kasseler Fleisch, Bregenwurst und andere deftige Wurstsorten.

Gute Köche verstehen es jedoch, Grünkohl auch ohne viel Fett schmackhaft zuzubereiten.

Kochzeit[Bearbeiten]

Oft heißt es, dass man Grünkohl lange kochen muss. Die Tatsache, dass Grünkohl sogar roh gegessen wird (so in Nordamerika), widerspricht dem. Auch die Knieperkohl-Zubereitung, bei der Grünkohl mit anderem Gemüse wie Sauerkraut behandelt, also nicht gekocht, wird, belegt, dass Grünkohl nicht unbedingt lange gekocht werden muss. Auch kann man Grünkohl gut blanchieren, was die wertvollen Inhaltsstoffe eher schont als das Kochen oder Braten.

Lagerung[Bearbeiten]

Grünkohl ist sehr gut einfriergeeignet und gewinnt durch Aufwärmen an Geschmack wie viele andere Gemüsegerichte. Dabei gehen allerdings viele Vitamine verloren, die den Grünkohl zunächst als besonders gesund darstellen. Es ist also empfehlenswert, zur Erntezeit größere Mengen zuzubereiten und einzufrieren. Das ist dem Kauf industriell hergestellter TK-Ware jedenfalls vorzuziehen.

Viel Spaß beim Ausprobieren wünscht das Koch-Wiki-Team.