Kategorie:Brandenburger Küche

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Brandenburger Flagge
Administrative Karte des Landes Brandenburg
Teltower Rübchen

Die Brandenburger Küche ist geprägt vom unermesslichen Wasserreichtum dieses Bundeslandes mit vielen Seen, Flüssen und anderen Gewässern. Großen Einfluss hat auch der karge, sandige Boden, in dem z. B. der Beelitzer Spargel, das Teltower Rübchen und sehr gute Kartoffeln gedeihen. So gibt es kaum ein Gericht, zu dem nicht auch Kartoffeln gereicht werden, als Salz- oder Bratkartoffeln oder als Püree.

Räumliche Abgrenzung[Bearbeiten]

Wie auch sonst, sind die Grenzen zu den benachbarten Küchenregionen fließend. Daher ist die folgende Abgrenzung nur als Anhaltspunkt zu verstehen. Die Brandenburger Küche grenzt im Norden an die Mecklenburger Küche, im Süden an die sächsische Küche, im Westen liegt die die Sachsen-Anhalter Küche und im Osten die polnische Küche. Eingebettet ist die Berliner Küche.

Typische, regionale Spezialitäten[Bearbeiten]

Die verschiedenen Landstriche Brandenburgs, von denen hier nur die Uckermark, der Fläming, die Prignitz und das Havelland erwähnt werden, kennen auch unterschiedliche Gerichte:

  • Der Beelitzer Spargel wächst im Südwesten von Berlin auf sandigen Böden zwischen Elbe, Havel und Spree. Alljährlich feiern die Beelitzer ihr Spargelfest.
  • Weltbekannt ist das Fürst-Pückler-Eis.
  • Hefeklöße mit Blaubeeren sind eine Lieblingsspeise der Niederlausitzer.
  • Eberswalder Spritzkuchen, der die Stadt kulinarisch bekannt gemacht hat.
  • Kartoffelplinsen, ein dem Eierpfannkuchen ähnliches Gericht.
  • Kalbsleber mit Apfelringen, ein Gericht aus der Potsdamer Küche.
  • Klemmkuchen: Die waffelartige Mehlspeise serviert man im Fläming gerne zu Familienfesten oder zur Fastnachtszeit, traditionell im Klemmkucheneisen auf offener Flamme in einem speziellen Flemmkucheneisen gebacken.
  • Der Knieperkohl, auch Saurer Hans genannt, ist eine dem Sauerkraut ähnliche Spezialität der Prignitz. Sie besteht aus Weiß-, Grün- und Rotkohl. Das Gemüse wird geschnitten, gekocht und eingesalzen, sodann in einem Topf mit Wein- und Kirschblättern geschichtet, bis alles vergärt. Im Winter wird der Knieperkohl dann mit Speck, Kasseler oder Lungenwurst gegessen, bis es im Magen kniept.
  • Lutherbrodt (mit dt!): Dieses Produkt wird nach alter Rezeptur aus der Zeit des Reformators mit Nüssen, Honig und Mandeln in der Wikana Keks und Nahrungsmittel GmbH kreiert. Das Gebäckstück ist überzogen mit einer feinen Zuckerglasur und wird zusätzlich dekoriert mit Zartbitterschokolade.
  • Die Maräne ist ein sehr beliebter silberfarbiger Süßwasserfisch, der Forelle verwandt. Sie wird frisch geräuchert und aus der Hand verzehrt.
  • Der Märkische Topf wird u.a. aus den Teltower Rübchen zubereitet.
  • Die Sorbische Hochzeitssuppe wird mit Eierstich, Fleischklößchen und Gemüse zu bereitet und bei einem sorbischen Hochzeitsmahl mit Rindfleisch und Meerrettichsauce kredenzt.
  • Die Spreewälder Gurken sind eine von der EU namensgeschützte Spezialität des Spreewalds in der Niederlausitz. Zum Geschmack dieser Köstlichkeiten trägt der humusreiche, nasse Boden bei, die Veredlung der Gurken ist jedoch Geheimnis der Einlegebetriebe und -familien.
  • Der Spreewälder Karpfen
  • Im westlichen Brandenburg liegt das Havelland, kulinarisch bekannt durch die Teltower Rübchen und den Havel-Zander.
  • Das Uckermärker Apfelbrot wird in einer Kastenform zusammen mit der Frucht, Rosinen und Nüssen gebacken und mit Butter bestrichen gegessen.
  • Die Uckermärker Fischsuppe aus dem Nordosten des Bundeslandes ist eine schmackhafte Brühe mit verschiedenen Fischen und Rübengemüse.
  • Aus der gleichen Region kommt der Uckerkaas, ein Bauernkäse aus Milch uckermärkischer Bauern. Er wird erst seit 2001 von niederländischen, hierher eingewanderten Bauern nach holländischer Tradition hergestellt.
  • Wittenberger Kuckucksbier: Nur örtlich in der Brauerei erhältliches Dunkelbier.
  • Wittenberger Quarkkreppel
  • Wruken passen im Eintopf sehr gut zu Fleisch und Kartoffeln.
  • Der holländische Käsesalat geht zurück auf die Zeit, als Friedrich Wilhelm I., ein begeisterter Anhänger der holländischen Kultur, im Holländischen Viertel in Potsdam Mitte des 18. Jahrhunderts Giebelhäuser in holländischem Stil errichten ließ. Die angelockten Niederländer blieben jedoch weitgehend aus.

Siehe auch[Bearbeiten]

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