Kategorie:Maultaschen

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Maultaschen, gefüllt mit Blutwurst

Die Maultaschen stammen aus der schwäbischen Küche, sind aber auch ein Lieblingsgericht der badischen Nachbarn. Es handelt sich dabei um gefüllte Nudeln. Sie sind aber größer als die aus der italienischen Küche bekannten Ravioli oder Tortellini.

Ein Nudelteig wird ausgerollt und geteilt. Als Füllung dienen insbesondere Produkte aus dem schwäbischen Land. So werden hier in der Kategorie "Maultaschen" Rezepte vorgestellt, die zwar alle als eine Hauptzutat Maultaschen verwenden, aber völlig unterschiedlich sind. Das ist zum einen die Füllung, aber auch die weitere Verwendung. So kann man aus Maultaschen zum Beispiel auch einen Auflauf herstellen. Hat man die Maultaschen erst mal hergestellt, ist das nämlich ganz einfach. So kann man die Rezepte schön auch miteinander kombinieren und so zu ganz neuen und leckeren Ergebnissen kommen. Dabei wünscht das Koch-Wiki viel Spaß.

Die Schwäbischen Maultaschen sind seit 2009 von der EU in ihrer Herkunftsbezeichnung geschützt und fallen in die Klasse „Geschützte geografische Angabe“. Das bedeutet, mindestens eine der Produktionsstufen – Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – wird im Herkunftsgebiet durchlaufen.

Mundartliches[Bearbeiten]

Maultaschen werden auch Herrgottsbscheißerle oder Herrgottsbschummlere genannt, was auf ihre legendenhafte Entstehungsgeschichte hinweist: Zur Entstehung dieses Gerichts gibt es verschiedene Legenden:

  • Die Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn (daher auch der Name Maultasche) sollen in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott versteckt haben.
  • Eine Alternative besagt, dass es die Protestanten waren, die der ursprünglich nur mit Kräutern und Spinat gefüllten Teigtasche heimlich Fleisch beifügten. Hierzu passt auch die schwäbische Tradition, dass Maultaschen in der Fleischbrühe ein typisches Gründonnerstagsgericht ist. Die ohnehin reichlich hergestellten Maultaschen gibt es dann am nachfolgenden Karfreitag in einer der möglichen anderen Zubereitungsarten.
  • Zudem findet sich, dass es sich bei den Maultaschen nur um eine schwäbische Kopie bekannter italienischer Teigwaren wie Ravioli und Tortellini handele. In der Umgebung von Maulbronn gibt es zahlreiche Waldenserorte. Waldenser waren protestantische Glaubensflüchtlinge aus Norditalien, die auch den Maulbeerbaum, Luzerne, Anbau von Tabak und 1710 die Kartoffel in Süddeutschland einführten. Damit könnten Maultaschen italienischen Ursprungs sein. Auch die Füllung aus Spinat weist auf den italienischen Ursprung hin.
  • Das "Allgemeine Küchenlexicon für Frauenzimmer" nennt im Jahr 1794 mehrere Rezepte für Maultaschen. Dabei handelte es sich jedoch um Süßspeisen.

Unabhängig von der Entstehung galten Maultaschen früher als Gericht der armen Leute, da Fleisch-, Brot- und Gemüsereste in der Füllung verarbeitet werden konnten und so eine weitere Mahlzeit boten.

Siehe auch[Bearbeiten]

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