Kategorie:Schtschi, Soljanka & Co - russische Suppen und Eintöpfe

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Borschtsch

Suppen spielen in der russischen Küche seit jeher eine wichtige Rolle. Die traditionellen Suppengerichte wie Borschtsch (борщ),Schtschi (щи), Ucha (уха́), Rassolnik (рассо́льник), Soljanka (соля́нка), Botwinja (ботви́нья), Okroschka (окро́шка) und Tjurja (тю́ря) wurden zwischen dem 18. und dem 20. Jahrhundert von sowohl westeuropäischer als auch zentralasiatischer Seite ergänzt.

Russische Suppen können in mindestens sieben Gruppen unterschieden werden:

  • Gekühlte Suppen auf der Grundlage von Kwas, wie Tjurja, Okroschka und Botwinja
  • Leichte Suppen und Eintöpfe auf der Grundlage von Wasser und Gemüse, wie Swekolnik
  • Nudelsuppen mit Fleisch, Pilzen oder Milch
  • Kohlsuppen mit dem Schtschi als bekanntestem Vertreter
  • Dicke Suppen auf salzig-saurer Grundlage wie Rassolnik und Soljanka
  • Fischsuppen wie die Ucha
  • Getreide- und Gemüsesuppen

Eine zentrale Rolle in der russischen Küche spielt die Kohlsuppe Schtschi. Weit über tausend Jahre spielte der Topf mit Kohlsuppe in den meisten Haushalten Russlands eine Hauptrolle. Auch wenn sich die Geschmäcker änderten, der Schtschi blieb. Er kannte auch keine sozialen Schranken: Kohl und Zwiebeln waren immer drin, beim "reichen" Schtschi allerdings auch Fleisch und andere Gemüse. Der "arme" wie der "reiche" Schtschi teilten sich aber denselben Grundgeschmack, der durch stundenlanges Schmoren im Ofen, der "Plita" (s.u.), entstand. Schtschi wird auch heute noch regelmäßig gegessen, zu jeder Jahreszeit.

Dieses lange Schmoren und die nahezu immerwährende Erreichbarkeit machen einen großen Teil des Reizes russischer Suppen und Eintöpfe aus. Sie erfordern meist keinen großen Aufwand und der Geschmack lohnt sich allemal.

Die "Plita"[Bearbeiten]

Im 18. und 19. Jahrhundert besaßen viele (einfache) russische und ukrainische Haushalte auf dem Land keinen Herd zum Kochen, dafür aber einen enormen Kachelofen (''Плита/"Plita"), der oft bis zu einem Viertel des Wohn-/Koch-/Schlafraums einnahm. In dieser "Plita" wurde einmal am Tag ein ordentliches Feuer gemacht, den restlichen Tag über konnte man darin Brot backen, Suppentöpfe hineinstellen, darin waschen und die Wäsche nachher darauf trocknen, Hefeteig darin gehen und Bier gären lassen und sich schließlich schön warm an die "Plita" setzen oder sich auf ihr schlafen legen. Die "Plita" spielt eine Rolle in Volksmärchen, bei Pogromen konnten sich Menschen darin verbergen und Krankheiten wurden gelindert, wenn der Patient sich einige Zeit in die "Plita" setzte. Es gibt auch moderne Ausführungen der "Plita" und sie sind perfekt zum Bereiten russischer Suppen.

Ein anderes typisches ""Plita"-Rezept ist Kwass, das berühmte Getränl aus gegorenem Schwarzbrot. Der Gärprozess findet in der "Plita" statt.

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