Yorkshire-Pudding

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Yorkshire-Pudding
Yorkshire-Pudding
Zutatenmenge für: 4 Personen
Zeitbedarf: Zubereitung: 15 Minuten + Rastzeit: 1 Stunde + Backzeit: bis 20 Minuten
Hinweise: Enthält Alkohol: nein Vegetarisch
Schwierigkeitsgrad: leicht

Der Yorkshire-Pudding (engl. yorkshire pudding) ist eine Beilage der englischen Küche zu Steaks, Roastbeef und anderen gebratenen Fleischgerichten. Wie bei englischen Puddings üblich, handelt es sich auch hier mehr um eine Pastete oder einen Pfannkuchen, nicht aber um einen Grießflammeri.

Zutaten[Bearbeiten]

Yorkshire-Pudding-Teig[Bearbeiten]

Für die Form[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

Zubereitung[Bearbeiten]

Yorkshire-Pudding-Teig[Bearbeiten]

  • Die Eier verquirlen und mit Salz und etwas Pfeffer würzen.
  • Das Mehl sieben und nach und nach unterrühren.
  • Dann langsam das Wasser und die Milch unterschlagen.
  • Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und im Kühlschrank etwa eine Stunde rasten lassen.

Yorkshire-Pudding[Bearbeiten]

  • In der Zwischenzeit das Backrohr bei Ober- und Unterhitze auf 220 °C vorheizen.
  • Das Butterschmalz in einem Butterpfännchen flüssig werden lassen.
  • Die Form(en) mit einem Küchenpinsel satt damit ausfetten.
  • Den geruhten Teig nochmals kräftig durchschlagen und in die sehr reichlich eingefetteten Formen gießen.
  • Das Gitter mit den Form(en) auf der zweiten Schiene von unten in das heiße Backrohr schieben und etwa 20 Minuten backen lassen (siehe Holzstäbchentest).
  • Dann aus dem Backrohr nehmen, aus der Form lösen und als Beilage zum Gericht servieren.

Variante der Zubereitung[Bearbeiten]

  • Das Puddingblech mit reichlich Fett füllen. Die traditionelle Zubereitung geschieht mit beef dripping (Kalbsnierenfett) oder lard (Schweineschmalz). Yorkshire-Puddings werden eher frittiert als gebacken.
    • Dazu die erste Reihe der Förmchen mit zerlassenem Kalbsnierenfett (beef dripping, Blanc de Bœuf), Schweineschmalz (lard) zerlassenem Butterschmalz oder einem hoch erhitzbaren Pflanzenöl auffüllen.
    • Dann das Puddingblech an einer Seite langsam anheben, das Fett soll in die nächste Reihe der Förmchen laufen.
    • Die Blechform so lange weiter anheben, bis auch die letzte Reihe der Förmchen mit Fett gefüllt ist.
      Wenn man es richtig gemacht hat, sind alle Förmchen gleich hoch mit zerlassenem Fett gefüllt. Und man hat automatisch genau die richtige Menge Fett in jedem Förmchen.
  • Nun das Puddingblech im Backofen bei 180-190 °C vorheizen.
  • Den Puddingteig in einen ausreichend großen Messbecher mit Ausgießnase geben.
  • Als Schutz vor Brandflecken ein stabiles Handtuch auf den Tisch/die Küchenzeile legen, auf der man das sehr heiße Puddingblech zum Befüllen kurz abstellen kann.
  • Jetzt muss es fix gehen, zügig arbeiten:
    • Das sehr heiße Puddingblech aus dem Ofen holen und auf dem Handtuch abstellen.
    • In eine Hand einen Löffel, in die andere den Messbecher mit der Puddingmasse – die Puddingmasse über den Löffel in eine Form laufen lassen. Man kann sehen, wie die Puddingmasse im Fett geradezu frittiert. Wenn sie den Rand erreicht, hat man genug eingefüllt und kann zur nächsten Form übergehen (siehe auch die YouTube-Anleitung von Jamie Oliver). Alle Formen mit der Masse füllen.
  • Das Puddingblech wieder in den Ofen schieben und die Yorkshire-Puddings etwa 20 Minuten bei 200-240 °C ausbacken lassen.

Hinweis[Bearbeiten]

  • Idealerweise sollte der Pudding direkt unter das zu bratende Gargut geschoben werden, damit das auslaufende Bratfett direkt vom Pudding aufgefangen werden kann.
  • Vom englischen Fernsehkoch Jamie Oliver gibt es eine sehr gute YouTube-Anleitung zur Zubereitung von Yorkshire-Pudding. Besonders den Trick am Anfang des Videos, wie man das Fett über die Formen richtig verteilt, sollte man sich aneignen.
  • Es lohnt sich unbedingt zuzugreifen, hat man einmal die Gelegenheit, an eine massive englische Puddingblechform aus dickem Stahlblech zu kommen.
    • Die einzelnen Formen im Puddingblech sind größer als die bei uns notgedrungen verwendeten Muffin-Blechformen.
    • Was aber viel wichtiger ist: Eine Puddingblechform, wie man sie in England für Yorkshire-Pudding verwendet, ist aus dickerem Blech, gut und gerne zwei- bis dreimal dicker als eine Muffin-Blechform. Sie hat damit eine weitaus größere Wärmekapazität und kann demzufolge, wenn sie, wie es sich gehört, auf gute 180-190 °C vorgeheizt wird, weitaus mehr Wärme an die eingefüllten Yorkshire-Puddings abgeben.
      Dadurch werden die Puddings erst so richtig fluffig und gehen auch weit genug auf.

Beilage zu[Bearbeiten]

  • dicken Steaks, Roastbeef
  • einem Sunday Roast, dem klassischen Sonntagsbraten der Briten.

Varianten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Vom englischen Fernsehkoch Jamie Oliver gibt es eine sehr gute YouTube-Anleitung zur Zubereitung von Yorkshire-Pudding. Besonders den Trick am Anfang des Videos, wie man das Fett über die Formen richtig verteilt, sollte man sich aneignen.