Wein:Weinbaugebiet Conca de Barberà

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Das Weinanbaugebiet Conca de Barberà (Becken von Barberà) liegt im Norden der spanischen Provinz Tarragona etwa 25 km nörlich der Provinzhauptstadt. Das Gebiet hat die Klassifizierung D.O.. Das Anbaugebiet wird von einigen Bächen und kleinen Flüssen durchzogen und liegt in einem Erosionsbecken zwischen einigen schützenden Mittelgebirgsketten.

Das Gebiet blickt auf eine sehr lange Weinbaugeschichte zurück. Bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde hier Wein angebaut. Später war der Weinanbau hier stark verbunden mit der Geschichte des Klosters von Poblet. Im Mittelalter gaben die Mönche dem Weinbau entscheidende Impulse und bauten ihn weiter aus. Aus dem 13. Jahrhundert hat sich eine Bodega im gotischen Stil erhalten.

Der Befall durch die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts verlangte gemeinsame Anstrengungen zur Bekämpfung der Plage. Im Jahre 1894 gründete man die Cooperativa de Barberà de la Conca. Anfang des 20. Jahrhunderts begann man, die Weingüter zu modernisieren, auch unterstützt durch den spanischen Schriftsteller Àngel Guimerà, der in Tarragona lebte. Es entstanden Bauwerke im Stil des Katalanischen Modernisme, beispielsweise vertreten durch die Architekten Domènech und Martinell. Hier entstanden die Katedralen des Weins. (Ein Trailer in spanisch ist unter dieser Adresse anzusehen: Trailer)

Die Reben wachsen auf kalkreichem Boden. Das Klima ist mediterran mit leichtem kontinentalen Einfluss, der manchmal für markante Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgt.

Die meistangebauten Gewächse sind die weißen Macabeo und Parellada sowie der rote Trepat. Hauptsächlich werden Weißweine produziert, allerdings auch in geringeren Mengen Rosé-, Rot- und Schaumweine. Die Weine des Gebietes schmecken frisch mit gemäßigtem Alkoholgehalt, leicht und fruchtig.

Im Weinanbaugebiet Conca de Barberà werden jährlich auf 1.826 ha Rebfläche von 24 Bodegas 6.787 hl Wein produziert.

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