Zutat:Kaisergemüse

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Kaisergemüse
Kaisergemüse
100 g Kaisergemüse enthalten:
Brennwert: 88 kJ / 21 kcal
Fett: 0 g
Kohlenhydrate: 3 g
Eiweiß: 2 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: keine Angabe
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.

Kaisergemüse ist eine Gemüsemischung aus Blumenkohl, Broccoli und Möhren zu annähernd gleichen Teilen. Kaisergemüse gibt es als TK-Ware im Handel, lässt sich jedoch auch spielend leicht selbst herstellen. Portionsweise eingefroren lässt es sich gut später auch nach Bedarf verwenden. Das spart vor allem kleinen Haushalten Kosten und Mühen und Einkaufswege.

Die Möhren werden meist mit einem Buntschneidemesser in Scheiben geschnitten und erhalten dadurch das typische dekorative Wellenmuster auf den Schnittflächen. Vom Broccoli und Blumenkohl bricht oder schneidet man mundgerechte Stücke ("Blümchen") ab. Die Gemüsemischung wird nicht gewürzt. Sie wird kurz in kochendem Salzwasser blanchiert und anschließend in Eiswasser abgeschreckt. So erhält das Gemüse seine Farbe und verliert etwas den Kohlgeruch/-Geschmack. Anschließend möglichst gut abtropfen und dann einfrieren.

Kaisergemüse kann man als Gemüse kochen oder dünsten und z.B. als Beilage, für Suppen, Eintöpfe und Aufläufe verwenden. Woher kommt der Name "Kaisergemüse"?

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die Bezeichnung Kaisergemüse ist erst in neuester Zeit aufgekommen - vermutlich als Tiefkühlprodukt in der Industrie. In der gesamten einschlägigen Literatur findet man diese Bezeichnung nicht.

Im deutschen Wörterbuch von Grimm (Entwicklung der deutschen Sprache vom 15. Jahrhundert bis 1960) ist Kaisergemüse nicht zu finden aber:

  • Kaiserapfel
  • Kaiserbohne
  • Kaiserbrot
  • Kaiserfisch
  • Kaisergetränk
  • Kaiserpflaume
  • Kaiserthee

Trübner schreibt in seinem Deutschen Wörterbuch: "Im alten Österreich wurden die Namen erlesener Genussmittel gerne mit Kaiser= zusammengesetzt: Kaiserbirne, Kaiserbrot, Kaisersemmel, Kaiserfleisch, Kaiserschmarrn, Kaiserwein", aber kein Kaisergemüse.
In Hausfrauenkochbüchern findet man Kaiserspargel und Kaisersuppe und viele andere, aber nirgends das Kaisergemüse.
Auch in dem umfangreichen, 1972 erschienenen Menü von Europart, kein Kaisergemüse aber: Kaisercharlotte, -granat, -gulyas, -koch, -omelett, -punsch, -ravioli, -reis, -schmarrn, -schnitzel, -schoten, -torte.
Auch in Blüher´s Rechtschreibung, in Hering und Klinger kein Kaisergemüse.

Wäre die Lebensmittel-Industrie qualitätsbewusst gewesen, hätte sie eine feine Gemüsemischung, bestehend aus Spargel, feinsten Erbsen und winzigen Pariser Möhrchen, wohl als Kaisergemüse bezeichnen können, obwohl man bei einer solch wohlklingenden Bezeichnung, eher Spargel, Artischockenherzen und Morcheln erwarten könnte.
Quelle: Gastronomische Akademie