OpenCola

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OpenCola
OpenCola
Zutatenmenge für: ca. 3 Liter Konzentrat (15 l Cola)
Zeitbedarf: 30 Minuten
Hinweise: Enthält Alkohol: nein
Schwierigkeitsgrad: leicht

OpenCola ist ein Cola-Getränk, dessen Rezept frei verfügbar und von jedem modifizierbar ist. Jeder darf das Getränk herstellen und lizenzkostenfrei vertreiben. Das Rezept ist im Rahmen der Vorgaben der GNU General Public License (GPL) veränderbar.

Die Originalversion 1.0 von Amanda Foubister[1] wurde am 27. Januar 2001 veröffentlicht. Die Änderungen zwischen den OpenCola-Versionen beziehen sich meistens auf die Dokumentation zum Rezept.

Unter dem Namen Gnola (für GNU und Cola) entwickelten Cory Doctorow, John Henson und „Possum“ im Herbst 1999 das Konzept eines Getränks unter freier Lizenz.[2] Mit dem Anfang 2000 von Grad Conn, Cory Doctorow und John Henson gegründeten Softwareunternehmen Opencola[3] wurde Gnula zu OpenCola umbenannt, um das Prinzip Open Source zu erklären[4] und die eigenen Softwareprodukte zu bewerben. Eine Vereinbarung zum Vertrieb durch Thinkgeek wurde im April 2001 geschlossen.[5]

Spätere auf OpenCola aufbauende Projekte waren zum Beispiel der Versuch einer Marketingagentur, im Jahr 2007 eine deutschsprachige OpenCola-Plattform zu etablieren[6] oder der seit 2003 bestehende[7] Fork Cube Cola, hergestellt für das Kino Cube Metroplex in Bristol, England.[8] Die Cola wird nicht nur im Kino angeboten sondern als Konzentrat auch weltweit verkauft.[9]

Zutaten[Bearbeiten]

Das Rezept basiert auf der englischsprachigen Originalversion 1.1.3 von Amanda Foubister unter Beteiligung von Cory Doctorow und Tom Swulius und wurde unter der GNU General Public License Version 2 veröffentlicht.

Geschmacksformel[Bearbeiten]

Konzentrat[Bearbeiten]

  • 10,0 mlMilliliter (2 TLTeelöffel (5 ml)) Geschmacksformel
  • 17,5 mlMilliliter (3,5 TLTeelöffel (5 ml)) 75-prozentige Phosphor- (Lebensmittelzusatzstoff E 338) oder Zitronensäure (Lebensmittelzusatzstoff E 330)
  • 2,36 kg Zucker
  • 2,28 l Wasser
  • 30 mlMilliliter Zuckercouleur (Lebensmittelzusatzstoff E 150)
  • 2,5 mlMilliliter (0,5 TLTeelöffel (5 ml)) Koffein (optional)

Getränk[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

  • Rührbehälter (z. B. eine Tasse für die Geschmacksformel und eine ca. 5 Liter fassende Schüssel für das Konzentrat)
  • Standmixer oder ähnliches zum Mixen der Geschmacksformel

Zubereitung[Bearbeiten]

OpenCola-Zutaten

Geschmacksformel[Bearbeiten]

  • Die Öle mit dem Gummi arabicum mischen
  • Das Wasser hinzugeben und gut durchmixen (vier bis fünf Minuten)

Das Gummi arabicum fungiert als Emulgator, damit sich das Öl-/Wassergemisch nicht wieder trennt.

Konzentrat[Bearbeiten]

  • Die Geschmacksformel mit der Säure mischen
  • Das Wasser hinzugeben
  • Nach und nach den Zucker hinzugeben, dabei weiterhin rühren
    • an dieser Stelle kann, wenn gewünscht, das Koffein zugegeben werden
  • Weiter mischen, bis sich Zucker und Koffein vollständig aufgelöst haben

Cola[Bearbeiten]

  • Das Konzentrat mit dem kohlensäurehaltigen Wasser auffüllen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cory Doctorow: HOWTO make OpenCola, Meldung auf Boing Boing vom 24. Mai 2007; abgerufen am 20. November 2010; abgerufen am 24. Juli 2016: Toter Weblink.
  2. FAQ auf opencola.com, Abschnitt 2.1 - Who invented OpenCola™? im Internetarchiv, Stand 2. Februar 2002; abgerufen am 21. November 2010
  3. Profile - Management auf www.opencola.com im Internetarchiv, Stand 1. April 2001
  4. FAQ auf opencola.com, Abschnitt 2.2 - Ain't this just a publicity stunt? im Internetarchiv, Stand 2. Februar 2002; abgerufen am 21. November 2010
  5. Cory Doctorov: Finally! ThinkGeek has agreed to retail OpenCola, Meldung auf Boing Boing vom 18. April 2001. Abgerufen am 19. November 2010
  6. Lutz Pößnick: Coca-Cola von Open-Source-Cola bedroht, Meldung auf silicon.de vom 2. Juli 2007; abgerufen am 19. November 2010
  7. cube cola, Abschnitt Lab History; abgerufen am 19. November 2010
  8. James Flint: The real thing. Or is it?, The Guardian vom 28. Juli 2006; abgerufen am 19. November 2010
  9. Shelley Emling: In England, challenging the 'real thing' with homemade in Palm Beach Post vom 24. August 2008; abgerufen am 19. November 2010; abgerufen am 24. Juli 2016: Toter Weblink