Zutat:Rote Bete

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Rote Bete
Rote Bete
100 g Rote Beete enthalten:
Brennwert: 169 kJ / 41 kcal
Fett: 0,1 g
Kohlenhydrate: 8,5 g
Eiweiß: 1,5 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: keine Angabe
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.
Gekochte, in Scheiben geschnittene Rote Bete

Rote Bete (lat: beta vulgaris, landschaftlich auch "Rote Beete"; in der Schweiz "Rande"; in Österreich, Bayern und Südbaden auch "der Rahner") gehört zur Gattung der Rüben und ist mit der Zuckerrübe und dem Mangold verwandt. Der korrekte und wenig gebräuchliche Name ist "Rote Rübe". Rote Bete trat lange Zeit nur in der verarbeiteten Form als essigsaure Konserve auf und war ein fast vergessenes Gemüse. Jetzt wiederentdeckt, macht es als "gesunde Rübe" von sich reden.

Die Haupterntezeit ist im Oktober. Sie überwintert in kühlen Lagerräumen. Im Frühjahr und Frühsommer gibt es im Handel zarte, apfelgroße Exemplare. Verwendung in der Küche findet ausschließlich die Knolle; die Blätter sind gekocht auch essbar! Man kauft pralle Knollen ohne Schadstellen. Schwarze Flecken deuten auf eine zu kalte Lagerung hin. Die Knollen wiegen zwischen 100 und 600 g. Rohe Ware hält sich in Papier eingewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks etwa eine Woche. Reste von gekochter Rote Bete sollten sofort kühl und luftdicht verpackt aufbewahrt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden. Beim Entfernen des Grüns sollte ungefähr 12 cm überstehen. Die Knollen verlieren dann beim Kochen nicht so viel Saft.

Winter- und Sommer-Rote Bete unterscheiden sich in ihrer Zubereitung: die Sommerart benötigt eine Kochzeit von nur 20 Minuten, während die Winterausführung 1,5 Stunden braucht. Sie sollten in einem Topf mit ausreichend Wasser gekocht werden. Sobald sich die Schale einfach lösen lässt, sind sie gar. Die Blätter der Sommer-Rote Bete sind gekocht genießbar und sehr nahrhaft (einige Minuten kochen, Wasser abgießen und mit Butter oder Olivenöl verzehren).

Geschmacklich unterscheiden sich frische Rote Bete und eingekochte, essigsauer eingelegte Rote Bete enorm. Die Sauerkonserve wird meist als eigenständiger Salat angeboten, erscheint aber auch als Zutat zum Beispiel bei Heringssalaten. Der intensiv rotfärbende Saft wird industriell vielfach zur "optischen Aufwertung" und zum Färben genutzt.

Im Handel erhältlich sind auch gekochte und in Klarsichtfolie eingeschweißte Rote Bete-Knollen, die in vielen Rezepten als Ersatz für rohe Knollen dienen können.

Geringe Beimischungen von frischer Rote Bete zu Salaten und Frischkost-Gerichten ergeben eine fruchtige Note, größere Mengen roh geraspelt haben jedoch einen deutlich erdigen Geschmack. Gekocht schmecken Rote Bete überraschend süß und lassen sich daher mit anderen Gemüsen und Obst zu herzhaft fruchtigen Gerichten verarbeiten. Wer noch nie frische Rote Bete gegessen hat, der sollte sich einmal einen frischen, sommerlichen Salat mit einer normalen Vinaigrette herstellen und dazu etwas frische fein geschnittene Rote Bete geben. Bekannte Hauptgerichte mit Rote Bete sind Borschtsch und Labskaus.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Rote Bete enthält neben Zucker und Eiweiß eine Reihe von Mineralstoffen und Vitaminen. Das in den Knollen enthaltene Betain gilt als Leberschutzmittel, das Betanin soll die Immunabwehr stärken. Der Anteil des Nitrat-Gehaltes ist bei biologisch angebauter Roter Bete nachweislich wesentlich unter dem Richtwert.

Gesundheitshinweise[Bearbeiten]

Wegen des hohen Gehaltes an Oxalsäure sollten Kleinkinder und Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, dieses Gemüse nur in Maßen genießen. Leider ist die Rote Bete ein Nitratsammler. Es ist daher vorteilhaft, dieses Gemüse zusammen mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln (z. B. mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft) zuzubereiten, oder nach dem Essen einen Vitamin-C-haltigen Fruchtsaft zu trinken. So kann eine mögliche Umwandlung von Nitrat in krebserregendes Nitrosamin vermieden werden. In größeren Mengen verzehrt, können sich die Darmausscheidungen und der Urin über einen kurzen Zeitraum rötlich färben, was meist nach wenigen Tagen wieder vorüber und völlig harmlos ist.

Verarbeitungshinweise[Bearbeiten]

Die sehr intensive Rote-Bete-Farbe verursacht hartnäckige rote Flecken. Zum Verarbeiten zieht man daher am besten Gummihandschuhe oder Einweghandschuhe an, oder reibt die Hände vorher mit Öl ein. Wenn man das Schneidebrett vorher in kaltes Wasser taucht, kann der rote Saft nicht einziehen. Sollte es doch zu Flecken an Händen bzw. Stoff kommen, wäscht man die Flecken sofort mit Seife bzw. Waschmittel in heißem Wasser aus. Der Farbstoff ist nicht sehr hitzebeständig.

Siehe auch[Bearbeiten]