Gesundheit:Oxalsäure

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Oxalsäure und ihr Kaliumsalz (Kaliumoxalat) kommen in vielen pflanzlichen Lebensmitteln vor.

Man sollte darauf achten, nicht zu große Mengen oxalsäurehaltige Pflanzen zu verzehren. In größeren Mengen kommt Oxalsäure in Rhabarber vor, das meiste davon in den Blättern, weshalb nur der Stiel zum Verzehr geeignet ist. Beachtenswerte Mengen von Oxalsäure haben Mangold, Spinat, Sauerklee, Sauerampfer und Rote Bete. In geringer Konzentration kommt Oxalsäure auch in Tee (insbesondere in schwarzem Tee und Pfefferminztee), Kakao, löslichem Kaffee, Diät-Getränken und Schokolade vor.

Oxalsäure ist in höherer Konzentration giftig. Calciumoxalat (nicht Kaliumoxalat!) entsteht in der Natur häufig beim Absterben von Pflanzenzellen. Es kann unter polarisiertem Licht in Form von hellen rechteckigen Kristallen erkannt werden (besonders einfach in braunen Zwiebelschalen). Nierensteine bestehen meist aus Calciumoxalat und Harnsäure, die Steinbildung wird aber durch Zitronensäure, die in Früchten vorkommt, verhindert.

Nierensteine werden insbesondere bei Morbus Crohn-Patienten mit ausgedehntem Dünndarmbefall oder nach der Entfernung des letzten Teils des Dünndarms (terminales Ileum) mit resultierendem Gallensäureverlust häufig angetroffen. Dabei handelt es sich überwiegend um Oxalatsteine, da bei Verlust der Gallensäuren über den Darm mehr Oxalat aus der Nahrung in den Körper aufgenommen wird und in der Niere zu einem Calciumoxalatstein ausfällt. Vorbeugen kann eine oxalsäurearme Kost und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Da Oxalsäuren die Aufnahme von Eisen im Darm erschweren, sollte man bei einer Eisentherapie, z.B. im Rahmen einer Eisenmangelanämie (z.B. Morbus Crohn) mit dem Verzehr der o.g. Lebensmittel zurückhaltend sein und diese auch nicht gleichzeitig mit der Einnahme von Eisentabletten zu sich nehmen.

Es wird häufig empfohlen, oxalsäurehaltige Lebensmittel und die Speisen daraus mit einem Milchprodukt zu kombinieren, z.B. in Form einer Käsebeilage oder eines Joghurtdesserts.

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