Vollmond-Nudeln

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Vollmond-Nudeln
Vollmond-Nudeln
Zutatenmenge für: 4 Personen
Zeitbedarf: 30 Minuten + Kochzeit der Brühe
Hinweise: Enthält Alkohol: nein Vegetarisch
Schwierigkeitsgrad: leicht

Vollmond-Nudeln (japamisch: tsukimi udon) ist ein typisches Rezept für die japanische Küche. Das auf den Nudeln treibende Eigelb symbolisiert den Vollmond. Die Nudeln selbst lassen an Wolken denken, das Eiweiß an Nebelfetzen. Das Firmament in einer Suppemtasse.

Der japanische Name Tsukimi-Mudeln ist vom Tsukimifestival abgeleitet, das jährlich im frühen Herbst gefeiert wird. Japaner kommen dann beisammen, um den prachtvollen Vollmond zu genießen und essen dann besondere "Vollmond-Happen". Übrigens gehören die Nudeln gar nicht dazu, während des Festivals werden vor allem Dangi, Reismehlbällchen, serviert.

Die Vollmond-Nudeln werden in Japan unter deutlichem Schlürfen verzehrt. Japaner essen normalerweise ohne Nebengeräusche, doch Mentui werden immer geschlürft.

Zutaten[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

Zubereitung[Bearbeiten]

Vorbereitung[Bearbeiten]

  • Zuerst die Kake-Jiri-Brühe zubereiten. Sie dient nicht dazu, die Nudeln zu kochen, sondern um diese nach dem Kochen darin zu servieren.
  • Die Nudeln werden in Wasser gekocht: dazu sollte ein Nudeltopf verwendet werden.
  • Ausreichend Wasser in dem Topf zum Kochen bringen.
  • Die Nudeln in das Wasser geben und umrühren, damit sie nicht aneinander kleben.
  • Sobald das Wasser wieder kocht, eine Tasse mit kaltem Wasser dazu gießen. Die Außenseite der Nudeln kühlt so etwas ab, wodurch sie gleichmäßig garen.
  • Diesen Vorgang zwei- oder dreimal wiederholen.
  • Überprüfen, ob die Nudeln al dente sind.
  • Die Kochzeit hängt von der Dicke der Nudeln ab, zwischen einigen und zehn Minuten.
  • Die Nudeln aus dem Topf nehmen, unter fließendem kalten Wasser abspülen, um ein Weitergaren zu verhindern.
  • Bevor die Nudeln nachher in die Servierbouillon kommen, werden sie noch einmal kurz in frisches kochendes Wasser getaucht.
  • Das Grün der Lauchzwiebeln diagonal in 2,5 x 5 vm große Stücke schneiden.

Fertigstellung[Bearbeiten]

  • Die Suppenschalen vorwärmen.
  • Das Nori-Blatt mit der Schere in vier Teile schneiden.
  • Das Eintauchwasser für die Nudeln zum Kochen bringen.
  • Die Kake-Jiri-Brühe erhitzen - nicht kochen lassen!
  • Die Nudeln einige Sekunden lang in das kochende Wasser tauchen.
  • Kurz abtropfen lassen.
  • Auf die Suppenschalen verteilen.
  • Die heiße Kake-Jiri-Brühe darüber gießen.
  • In die Nudeln eine Mulde drücken. Dort hinein das Ei aufschlagen.
  • Darauf achten, dass das Eigelb ganz bleibt, sonst ergibt sich kein schöner Vollmond!
  • Die Zwiebelstreifen darüber streuen und je ein Stück Nori dazulegen.

Anrichten[Bearbeiten]

  • Sofort servieren!
  • Wegen der heißen Brühe wird das Ei wohl etwas stocken, es beleibt trotzdem ziemlich roh.
  • Wer kein rohes Eiweiß mag, kann sich auch auf das Eigelb beschränken. Und wer gar keine rohen Eier mag, kocht das Eigelb kurz vor.

Beilagen[Bearbeiten]

  • als Gang in einem japanischen Menü
  • als Vorsuppe zu einem westlichen Menü

Varianten[Bearbeiten]

  • Statt der Udon-Nudeln können auch Soba-Nudeln verwendet werden. Das Gericht heißt dann Tsukimi soba.