Wein:Palomino Fino

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Sherry-Dreieck

Palomino Fino (span., kurz auch Palomino, port. Malvasía Rei) ist eine weiße Rebsorte der Iberischen Halbinsel.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebsorte ist auch bekannt unter den Namen: Albán, Albar, Doradillo, Dorado, Horgazuela, (Palomino de) Jerez, (Palomino de) Jerez Fina, Listán (im Weinanbaugebiet Jerez-Xerès-Sherry und auf den Kanaren), Listán Blanco, Listán Común (jedoch nicht verwandt mit der Rebsorte Listán Negro), Palomino de Chipiona, Palomino de Jerez, Palomino del Pinchito und Tempranilla Blanca. Von der aus Portugal stammenden Rebsorte Perrum vermutet man, dass es sich ebenfalls um Palomino handelt.

Verwendung[Bearbeiten]

Diese alte Rebsorte dient überwiegend als Basis vorzüglicher Sherry-Likörweine. Sie wird angebaut zwischen den spanischen Städten Puerto de Santa Maria, Jerez de la Frontera und Sanlucar de Barrameda, dem so genannten Sherry-Dreieck. In dieser Region belegt die Palomino-Rebe 90 % der gesamten Rebfläche.

Verbreitung[Bearbeiten]

Man kultiviert die Rebe zusätzlich noch in den Gebieten Abona, Bierzo, Condado de Huelva, Cigales, Gran Canaria, La Palma, Lanzarote, Ribeira Sacra, Ribeiro, Rueda, Tacoronte-Acentejo, Valdeorras, Valle de Güímar, Valle de La Orotava und Ycoden-Daute-Isora.

Auch in Argentinien, Südafrika, Frankreich, Kalifornien, Zypern und Neuseeland befinden sich bedeutende Anbauflächen. Man schätzt die weltweite Anbaufläche des Palomino auf etwa 60.000 ha, wovon die Hälfte in Spanien liegt.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Vermutlich ist der Ursprung der Rebe in Andalusien zu suchen, wo sie Kastiliens König nach einem Ritter benannt haben soll.

Ansprüche[Bearbeiten]

Beste Bedingungen findet die spät reifende Rebe in sommertrockenen Gebieten mit sonnenreichen, aber nicht ganz heißem Wetter. Im Winter benötigt sie ausreichende Feuchtigkeit und eine gute Luftzufuhr. Auf den charakteristischen weißen und sehr kalkhaltigen Böden im Sherry-Gebiet wachsen als Albariza die wertvollsten Reben.

Ertrag[Bearbeiten]

Die Palomino Rebe trägt sehr reich und wächst ausgesprochen üppig. Auch ohne einen Beschnitt erreicht sie leicht mehr als 200 hl Wein pro ha Anbaufläche, wobei eine Rebe ein Gewicht von mehr als zwei kg erreichen kann. Allerdings werden aus Qualitätssicherungsgründen die Erträge auf etwa 70 hl/ha gehalten.

Geschmack[Bearbeiten]

Die sehr aromatischen, gold-gelben und leicht transparent schimmernden Beeren sind nicht besonders süß. Wegen ihres Aromas sind sie auch als Tafeltraube erhältlich.