Zutat:Spanferkel

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Spanferkel
Spanferkel
(Basismenge fehlt) enthalten:
Brennwert: keine Angabe / keine Angabe
Fett: keine Angabe
Kohlenhydrate: keine Angabe
Eiweiß: keine Angabe
Salz: keine Angabe
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: keine Angabe
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.
Spanferkelhälften im Konvektomat

Ein Spanferkel ist ein junges Hausschwein, das im Ganzen, allerdings ohne Innereien, gebraten wird. Spanferkel werden im Alter von etwa 6 Wochen geschlachtet. Das Gewicht des ausgenommenen Tieres beträgt zwischen 12 und 20 Kilogramm. Leichtere Tiere liefern weniger geschmackvolles Fleisch, schwerere werden mit der klassischen Garmethode nicht gleichmäßig gar. Optimal sind Gewichte etwa bei 16 kg. Im Handel sind auch Spanferkel mit einem Gewicht von 4 bis 5 kg erhältlich.

Der Name hat nichts mit Holzspänen zu tun, über deren Glut das Ferkel vielleicht gegart wird, sondern kommt vom mittelhochdeutschen spen, was „Zitze, Brust“ bedeutet, weil das Tier in diesem Alter noch gesäugt wird. Das Fleisch von Spanferkeln ist besonders zart, hell und von mildem Geschmack.

Tipps zur Zubereitung[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Spanferkel zuzubereiten:

  • Vor dem Garen, egal auf welche Weise, sollte das Fleisch gepökelt werden. Das macht am besten ein ausgesuchter Metzgerbetrieb, der das Schwein mit einem Pökelinjektor pökelt und nicht nur mit der Pökellake abwäscht.
  • Auf dem Drehgrill über/neben offenem Feuer wie auf dem Hauptbild.
    • Vorteil: "Klassische Zubereitungsart", wie es sich die meisten vorstellen.
    • Nachteil: Wenn das Fleisch außen (die Kruste) essfähig gar ist, ist das Innere noch nicht gar. Die Gäste müssen also warten, bis die darunter liegenden Schichten des Fleischs gar sind, ähnlich wie bei einem Döner-Spieß. Das kann zu Unmut führen. Auch kann das Abschneiden von Fleischstücken vom rotierenden Fleisch problembehaftet sein. Beim gewickelten Fleisch ist das schier unmöglich. Abhilfe: Das Schwein vom Metzger oder Bäcker vorgaren lassen.
  • Im Konvektomat oder Dampfgarer:
    • Vorteil: Wenn der Drehspieß zu kurz für ein ganzes Ferkel ist oder ein Drehspieß nicht zur Verfügung steht, kann man - so verfügbar - einen Heißluftofen oder Dampfgarer verwenden. Diese gibt es auch für Privathaushalte. Allerdings können Heißluftöfen auch zu klein sein für ein Ferkel in seiner ganzen Länge, wodurch das Durchtrennen des Ferkels in Vorder- und Hinterteil nötig wird. Dann können die beiden Teile auf Blechen übereinander gegart werden.
    • Vorteil: Das Fleisch wird während der Garzeit gleichmäßiger gar, sodass alle Gäste sofort befriedigt werden können. Die Garzeit eines 18 bis 20 kg schweren Ferkels beträgt 3,5 bis 4 Stunden bei 150 °C, Garprobe ist jedoch erforderlich. Eine Wasserzufuhr ist nicht unbedingt nötig, aber zweckdienlich.
    • Nachteil: Es sieht weniger appetitlich aus, keine klassische Optik, etwas längere Garzeit bis zur ersten Verzehrmöglichkeit.
  • Man kann das Garen auch einem Bäcker oder entsprechend ausgestattetem Fleischer übertragen, der das Tier im Ganzen im (Brot-)Backofen (vor)gart. Das Fleisch wird dann "auf Zuruf" abgeholt oder vom Bäcker zur Gästegesellschaft gebracht.
  • Viele Fleischereien bieten auch Teile des Spanferkels an, wie z. B. Spanferkel-Schulter oder Spanferkel-Rollbraten aus der Schulter, Spanferkel-Keulen, Spanferkel-Haxen, Spanferkel-Bauchscheiben oder Spanferkel-Koteletts ("Chops")

Siehe auch[Bearbeiten]