Zutat:Kurkuma

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Kurkuma
Kurkuma
100 g enthalten:
Brennwert: 1545 kJ / 369 kcal
Fett: 9,90 g
Kohlenhydrate: 58,20 g
Eiweiß: 7,80 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: 0,00 mg
Ballaststoffe: 6,70 g
Quelle: ernährung.de Kurkuma
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.
Kurkumastücke

Die Kurkuma (Gelbwurz, lat. Curcuma longa), ist das aus der gleichnamigen Pflanze hergestellte Gewürz aus der Familie der Ingwergewächse (lat. Zingiberaceae) wie auch Ingwer und Galgant.

Aroma und Geschmack[Bearbeiten]

Kurkuma ist mild würzig und etwas bitter. Sehr frisches Kurkuma-Pulver hat eine leicht zitronige Note wie Turmeric, das frische Rhizom des Kurkuma.

Verwendung[Bearbeiten]

Das Gewürzpulver Kurkuma wird aus der gemahlenen und getrockneten Wurzel der Kurkumapflanze hergestellt. Das Pulver hat eine stark gelbe Farbausprägung. Besonders bei der Herstellung des Mischgewürzes Curry spielt Kurkuma eine große Rolle. Es ist farbgebend und trägt je nach Mischungsanteil zum Geschmack bei. Kurkuma wird in der Lebensmittelindustrie als natürlicher Farbstoff E100 und auch als preiswerter Ersatz von Safran verwendet. Siehe auch: Lebensmittelfarbe

In der asiatischen Küche spielt Kurkuma eine wichtige Rolle. Tumeric, die frische Kurkuma, wird vor allem in Südostasien in Suppen und Desserts verarbeitet. Der Geschmack ist ähnlich dem Kurkuma-Pulver mit einer frischen zitronigen Note, die Farbausprägung in Richtung gelb ist ebenso intensiv.

Gesundheitliche Aspekte[Bearbeiten]

Es gibt einige positive gesundheitliche Aspekte der Kurkuma wie auch nicht zu unterschätzende nachteilige.

Kurkuma wird bereits seit vielen Jahrhunderten in der asiatischen Heilkunde verwendet und ist ein fester Bestandteil in der ayurvedischen Medizin Indiens.

Bis heute ist Kurkuma in vielen Teilen Südostasiens ein weit verbreitetes Hausmittel mit einem breiten Anwendungsspektrum.

  • bei Verdauungsproblemen, zur Unterstützung der Verdauung bei fettreichen Speisen
  • bei Hautläsionen wie leichten Verbrennungen, Schürfwunden oder Ekzemen
  • gegen Gelenkschmerzen und bei endzündlichen Gelenkproblemen
  • im Alter, als Vorbeugung gegen Gedächtnisproblemen

Auch wenn viele im Internet verbreitete Angaben zur gesundheitlichen Wirkung von Kurkuma eher auf Mythen als auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen beruhen, sind doch einige inzwischen nachweislich belegt.

  • Kurkuma wirkt nachweislich bei schmerzhaften entzündlichen Gelenkerkrankungen.
    Kurkumin hat eine nachweislich positive Wirkung bei entzündlichen und rheumatischen Gelenkproblemen. Die Dosen an Kurkumin, die aber für eine nachweisliche Wirkung benötigt werden, lassen sich mit Kurkuma-Pulver oder frischer Tumeric so gut wie gar nicht erreichen. Hier werden inzwischen Präparate aus Tumeric-Extrakt mit einem hohen Kurkumin-Gehalt verwendet. Trotzdem ist eine positive, vorbeugende oder abschwächende Wirkung gegen solche Beschwerden bei hohen Verzehr-Mengen von Kurkuma naheliegend, wenn auch wissenschaftlich noch nicht belegt. Die lange Tradition und die mündlichen Überlieferungen in vielen Teilen Südostasiens lassen dies aber stark vermuten.
  • Kurkuma regt nachweislich die Gallentätigkeit an und steigert die Produktion an Gallenflüssigkeit.
    Damit hat es eine positive Wirkung bei der Reduktion der Blutfettwerte und entlastet die Leber. Dadurch wirkt es auch unterstützend bei der Behandlung von Typ II Diabetes.
  • Die Aufnahme von Kurkuma im Körper wird durch die Beigabe von Piperin, einem Bestandteil des Pfeffers, erheblich verbessert.
    Piperin findet sich in frisch gemahlenem schwarzen und weißen Pfeffer (lat. Piper nigrum), Langpfeffer (lat. Piper longum) und in geringerem Maße in Kubeben- oder Stiel-Pfeffer (lat. Piper cubeba)

Nachteilige gesundheitliche Aspekte[Bearbeiten]

  • Durch die Anregung der Gallentätigkeit hat Kurkuma eine nachteilige Wirkung bei Erkrankungen der Galle.
    Personen mit Neigung zu Gallensteinen sollten den Verzehr von Kurkuma vermeiden.
  • Kurkuma selbst kann allergische Reaktionen hervorrufen und Allergien auslösen.

Siehe auch[Bearbeiten]