Zutat:Topinambur

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Topinambur
Topinambur
100 g Topinambur enthalten:
Brennwert: 129 kJ / 30 kcal
Fett: 0,4 g
Kohlenhydrate: 4,0 g
Eiweiß: 2,4 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: 0,0 mg
Ballaststoffe: 12,1 g
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.

Die (oder der) Topinambur (Betonung auf dem u, Helianthus tuberosus) ist eine sonnenblumenähnliche Pflanze, die aus Mittalamerika stammt. Ihre Knollen wurden schon in präkolumbischer Zeit von den Indianern als Lebensmittel kultiviert. Sie enthalten Kalium, Kalzium, Eisen, Kieselsäure, Vitamin A, B und C. Bei Diabetikern ist Topinambur beliebt, da die Knollen zu 16 % aus Kohlenhydraten in Form des Mehrfachzuckers Inulin bestehen. Die Knollen können roh oder gekocht verzehrt werden.

Topinambur ist ein delikates Gemüse, das während des Winters von November bis Ende April geerntet werden kann. Im eigenen Garten angebaut, sind die Knollen, anders als die Kartoffelknollen, mehrjährig und leiden nicht unter den Winterfrösten. Die Stängel der Topinambur-Pflanze werden bis zu drei Meter hoch und tragen an ihren Spitzen im Spätsommer von August bis November viele goldgelbe Blüten mit schwarzer Mitte. Auch wenn viele Knollen geerntet werden, bleiben immer noch einige "Knöllchen" im Boden, aus denen im Frühjahr neue Pflanzen treiben.

Folgende Sorten sind im Handel, in Gartenmärkten und auch bei Online-Versendern erhältlich:

  • Bianka: früh blühend, bildet beigebraune Knollen
  • Waldspindel: mittelfrüh blühend, violette Knollen
  • Küppers rote Zonenkugel: spät blühend, rotweiße Knollen

Leider sind die Knollen nicht so lange lagerfähig wie Kartoffeln. Im Kühlschrank halten sie nur ein paar Tage, bevor sie auszutrocknen beginnen. In einem Behältnis mit feuchter Erde auf dem Balkon halten sie sich jedoch länger. Zwischenzeitlicher Frost macht ihnen nichts aus.

Tipps[Bearbeiten]

  • Ernten Sie Topinambur immer kurz vor der Verarbeitung/dem Verzehr!
  • Achten Sie beim Einkauf unbedingt auf frische Ware!
  • Topinambur lässt sich gut einfrieren
  • Der leicht süßliche Geschmack lässt sich durch Beträufeln mit Zitronensaft neutralisieren. Das erhält auch die Farbe angeschnittener Knollen.

Siehe auch[Bearbeiten]