Zutat:Rhabarber

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Rhabarber
Rhabarber
100 g Rhabarber enthalten:
Brennwert: 81 kJ / 21 kcal
Fett: 0 g
Kohlenhydrate: 4,5 g
Eiweiß: 0,9 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: 0,0 mg
Ballaststoffe: 2 g
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.

Rhabarber ist botanisch gesehen ein Gemüse. Er wird in der Küche wie gekochtes (!) Obst oder wie Gemüse verwendet. Der feinste Rhabarber ist der rote.

Hinweis[Bearbeiten]

Wegen des hohen Oxalsäuregehalts der Blätter darf vom Rhabarber nur der Stiel verwendet werden. 100 g frische Rhabarberstangen enthalten 180–765 mg Oxalsäure. Dieser Wert ist einer der höchsten aller Lebensmittel. Rhabarber wirkt entwässernd und abführend. Früher wurde er daher zur "Blutreinigung" und "Entschlackung" verschrieben. Die reichlich enthaltene Zitronen- und Apfelsäure kann jedoch den Magen reizen. Dem kann man mit Milch oder Sahne entgegenwirken.

Bitte Gesundheitshinweis beachten: Biologische Bedeutung bei Wikipedia.

Ethymologie[Bearbeiten]

"Rha" (ρά) ist eine spätgriechische Wortbildung aus "Riza" (ρίζα) = "Wurzel", und "Barber" ist aus "Barbaros" (βάρβαρος) = "fremdartig, ausländisch, nicht griechisch" entstanden. Die Barbaren waren also eigentlich nur Nichtgriechen! Die "nichtgriechische Wurzel" Rhabarber wurde einstmals getrocknet über Griechenland nach Europa eingeführt und besonders in England sehr beliebt, wo sie dann später auch als ganze Pflanze angebaut wurde. Der Name hat sich, an die jeweilige Landessprache assimiliert, auch in anderen europäischen Sprachen durchgesetzt.

Verwendung[Bearbeiten]

Rhabarber wird nie roh verzehrt, sondern immer gekocht oder als Kuchenbelag gebacken. Die ersten, im Frühjahr auf den Markt kommenden Stangen sind so zart, dass sie nicht geschält oder abgezogen werden müssen. Sonst muss Rhabarber geschält werden. Dabei schneidet man die "Haut" mit einem Messer am Stielfuß ein und zieht sie zum Stielkopf ab. Dieser Vorgang wird rund um den Stielfuß wiederholt. Blätter und Blattansätze sollten immer großzügig entfernt werden, da sie nierenschädigende Stoffe enthalten.

Man verwendet Rhabarber für Kompotte, Marmeladen, Torten und Kuchen, als Saft, für Suppen, Saucen und als Gemüse. Mit der größten Vielfalt wird Rhabarber in der polnischen Küche verwendet.

Möchte man neue herzhafte Rezepte mit Rhabarber entwickeln, kann es nützlich sein, darüber nachzudenken, wie man Sauerkraut verwendet. Er kann also an Gulasch, als Sauce zur Bratwurst oder zum Kassler etc. gereicht werden.

Da sein Geschmack sehr sauer ist, kommt es darauf an, den typischen Rhabarbergeschmack zu erhalten, ohne dass das Gericht zu sauer wird. Für empfindliche Mägen machen Milch oder Sahne zu Kompott oder Kuchen die Säure des Rhabarbers besser verträglich. Je roter die Stangen sind, umso milder sind sie in der Säure.

Lagerung[Bearbeiten]

Rhabarber hält sich im Kühlschrank, frisch geerntet, zwei bis drei Wochen.

Siehe auch[Bearbeiten]