Zutat:Knollen-Ziest

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Knollen-Ziest
Knollen-Ziest
(Basismenge fehlt) enthalten:
Brennwert: keine Angabe / keine Angabe
Fett: keine Angabe
Kohlenhydrate: keine Angabe
Eiweiß: keine Angabe
Salz: keine Angabe
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: keine Angabe
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.

Knollen-Ziest (Stachys affinis) ist ein wenig bekanntes, schmackhaftes Wintergemüse.

Synonyme[Bearbeiten]

Chinesische Artischocke, Japanische Kartoffel, Knollenkartoffel oder Stachy

Herkunft[Bearbeiten]

Knollen-Ziest stammt aus China und wird dort und in Japan häufig angebaut. Auch in Frankreich und neuerdings auch in der Schweiz wird die Pflanze immer beliebter. In Frankreich wird sie nach einer kleinen Stadt unweit Paris in der Île-de-France Crosne genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der mehrjährige Knollen-Ziest wird bis 45 cm hoch. Die rauen elliptischen Blätter ähneln denen einer Taubnessel oder Pfefferminze. Die rosafarbigen Lippenblüten erscheinen von Juni bis August. An den unterirdischen Wurzelausläufern bilden sich die 3 bis 8 cm langen und bis zu 2,5 cm dicken Knöllchen mit einer Körperform wie das Michelin-Männchen. Die frischen Knollen sind hell ockergelb und erinnern im Geschmack an Nüsse, während sie gekocht an Artischockenherzen erinnern. Der Nährstoffgehalt entspricht dem von Kartoffeln.

Ernte und Erhältlichkeit[Bearbeiten]

Da sich die Knollen erst bilden, wenn im Herbst die Bodentemperaturen unter 15 °C sinken, sind sie als heimisches Gemüse erst ab Oktober/November erhältlich.

Verwendung[Bearbeiten]

Die Knollen sollten möglichst bald nach dem Kauf/der Ernte verbraucht werden. Sie werden wegen der dünnen Schale ungeschält gewaschen und wie Spargel fünf bis zehn Minuten in Salzwasser gekocht, oder in Scheiben geschnitten warm mit zerlassener Butter oder als Salat mit einer Vinaigrette serviert. Zu Schinken oder Fleisch sind die kleinen Knollen, etwa 15 Minuten in Öl oder Butter geschmort, eine leckere Beilage. In Asien isst man sie oft frittiert.

Lagerung[Bearbeiten]

Knollen-Ziest ist nur wenige Tage haltbar und schrumpft dann unter Geschmacksverlust und zunehmender Bräune. Die Lagerung, sofern überhaupt nötig, sollte dunkel und kühl erfolgen, am besten in ein feuchtes Tuch eingewickelt. Die beste Lagerung ist die im Gartenboden, wo die Knollen nach Bedarf bis März frisch geerntet werden können, wenn der Boden nicht durchgefroren ist. Sofern kein Garten zur Verfügung steht, kann man die Knollen blanchieren und einfrieren. Dann sind sie etwa neun Monate haltbar.