Zutat:Seehecht

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Seehecht
Seehecht
100 g Seehecht enthalten:
Brennwert: 350 kJ / 83 kcal
Fett: 1,4 g
Kohlenhydrate: 0 g
Eiweiß: 17 g
Salz: keine Angabe
Cholesterin: keine Angabe
Ballaststoffe: 0 g
Rezepte, die auf diese Zutat verweisen.

Seehechte (in Deutschland auch Hechtdorsch genannt, wissenschaftlicher Name Merlucciidae) sind im Gegensatz zum europäischen Süßwasser-Hecht eine Familie von Seefischen mit mehr als 20 Arten, die im Mittelmeer und im südlichen Atlantik leben, insbesondere vor Südafrika und vor den Küsten von Argentinien und Uruguay, sowie in den nordamerikanischen Gewässern. Sie gehören zoologisch nicht zur Ordnung der Hechtartigen, sondern der Dorschartigen. Es sind gefräßige Raubfische, die sich überwiegend von Jungfischen anderer Arten ernähren. Ausgewachsene Seehechte werden 1 bis 1,5 m lang und bringen 10 bis maximal 15 kg auf die Waage.

Seehechte werden im Rahmen der Hochseefischerei gefangen und oft noch an Bord zu Tiefkühlfisch (z. B. Tiefkühlfilets, Fischstäbchen) verarbeitet. In den Mittelmeerländern, insbesondere in Spanien, ist frischer Seehecht als guter Speisefisch beliebt, denn er hat weißes, fettarmes, wohlschmeckendes Fleisch. In den nördlicheren europäischen Ländern kommt frischer Seehecht nur selten in den Handel.

Einkaufshinweis: Die Bestände des Europäischen Seehechts im nordöstlichen Atlantik gelten als gesund. Meiden sollte man stets den Einkauf junger, unreifer Fische von unter 50 cm Länge. Südamerikanischer und südafrikanischer Seehecht ist von Überfischung bedroht. Kap-Seehechte mit dem MSC-Siegel stammen jedoch aus kontrollierter, nachhaltiger Fischerei.

Ein Verwandter des Seehechtes ist der Blaue Seehecht oder Hoki (Macruronus magellanicus, - novaezelandiae). Dieser Fisch wird im neuseeländischen Pazifik gefangen. Laut Greenpeace sollte der Verzehr vermieden werden, da die Bestandszustände schlecht oder unklar seien, er langlebig und langsam wachsend sei, spät die Geschlechtsreife erreiche und zerstörerische Grundschleppnetzfischerei oder pelagische Schleppnetzfischerei mit Beifang an Hoki-Jungtieren und bedrohten Seevögeln, Haien und Rochen betrieben werde.

Siehe auch[Bearbeiten]