Gesundheit:Lebensmittelfarbe

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Lebensmittelfarbe oder auch Farbstoff ist ein Kosmetikum für Lebensmittel. Lebensmittelfarbstoffe dienen dazu, Lebensmitteln, die verarbeitungsbedingt ihre natürliche Farbe eingebüßt haben, besser aussehen zu lassen, auch um eine bessere Qualität vorzutäuschen.

Farbmittel werden in zwei Gruppen eingeteilt, anorganische und organische Farbmittel. Die beiden Gruppen werden nochmals in natürliche (z.B. Curcuma, Purpur, Indigo, Safran) und in synthetische (z.B. Azofarbstoffe) eingeteilt. Pflanzlich sind etwa Chlorophyll (Blattgrün), Carotinoid (das Orange der Karotte) oder Betanin (die Farbe der Rote Bete) sowie Gewürzfarbstoffe wie etwa Paprika, Curry und Safran. Oftmals werden synthetische Nachbildungen von in der Natur vorkommenden Farbstoffen eingesetzt.

Dann gibt es noch die naturidentischen Farbstoffe - synthetische Farbstoffe, die den in der Natur vorkommenden Farbstoffen in der Struktur gleichen. Der Begriff „natürlich“ ist in der Farbstoffeinteilung umstritten. Naturfarbstoffe sind solche, die aus Pflanzen und Tierwelt gewonnen werden. Pigmente wie Aluminium, Gold oder Silber zählen sowohl zu den „Natürlichen“ als auch zu den Synthetischen.

Die E-Nummern werden ebenfalls eingeteilt. Ab E100 werden Farbstoffe angegeben, Konservierungsstoffe dann ab E200. Antioxidationsmittel sind ab E300 zu finden und Verdickungsmittel, Geliermittel und Stabilisatoren ab E400 in der Lebensmittelverordnung nach EU-Norm.

E-Nummern[Bearbeiten]

Lebensmittelfarbe: 100 bis 180

E-Nummer Name Aussehen und Bedeutung in der Natur Bedeutung im menschlichen Körper Sonstiges Synonyme Bedeutendes Vorkommen
100 Curcumin gelb-orange Kurkuma
160b Anatto rot als Aphrodisiakum, Sonnen- und Insektenschutzmittel oder als verdauungsförderndes Mittel. Anatto
161b Lutein gelb-orange, Lockfarbe in Blüten Macula des Auges, wichtig für die Sehfähigkeit Grünkohl, Spinat, Eidotter
161h Zeaxanthin gelb-orange Macula des Auges, wichtig für die Sehfähigkeit Maiskörner, Eidotter, Spinat

Hinweis[Bearbeiten]

Werden natürliche oder künstliche Lebensmittelzusatzstoffe verwendet, so können diese Allergien, Hyperaktivität (vor allem bei Kindern) oder auch Kopfschmerzen verursachen. Sie stehen teilweise sogar in Verdacht, Krebs zu verursachen. Koch-Wiki rät daher, bei der Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen besondere Vorsicht walten zu lassen und möglichst darauf zu verzichten.

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Siehe auch[Bearbeiten]