Wein:Weinanbaugebiet Sachsen

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Das Weinanbaugebiet Sachsen ist das östlichste Weinanbaugebiet Deutschlands und zudem noch das zweitkleinste mit etwa 450 Hektar Anbaufläche. Aber es ist auch eines der wachsenden Weinanbaugebiete. Immer mehr Fläche wird mit Reben bestockt. Es erstreckt sich nördlich der Elbe um die Stadt Dresden. Die Aufsteigenden Hänge des Elbetals sind bestockt. Im Südosten beginnt das Weinanbaugebiet Sachsen bei Pirna, nur auf der anderen Elbeseite und endet im Nordwesten bei Meißen. Auch wenn das Weinanbaugebiet Sachsen sehr im Norden liegt, bekommen die Trauben durch die Hanglage an den Nordhängen der Elbe viel Sonne und genug Wärme.

Sachsen ist Weißweinland. Die Anbaugebiete bieten Müller-Thurgau, Riesling, Bacchus, Elbling, Scheurebe, Grauer und Weißer Burgunder an. Aus den Trauben wird aber nicht nur Wein gewonnen, sondern auch Sekt.

Der Trend geht hin zum Riesling, doch die wichtigste Rebsorte ist zur Zeit der Müller-Thurgau. Und zudem tauchen in letzter Zeit moderne Trauben auf, wie der Kerner und der Traminer. Sie kommen aus kleinen Weingärten und haben einen ganz eigenen Charakter.

Das Weinanbaugebiet Sachsen ist nach der Wende noch nicht so ausgerichtet, wie es die Weinanbaugebiete in Westdeutschland sind. Sie haben die Kommerzialisierung nicht miterlebt und sind noch sehr ehrlich. Auch wenn zur Zeit nur wenige Weine aus diesem Anbaugebiet eine hohe Qualität erreichen, sollte man dies Anbaugebiet im Auge behalten. Hier entwickelt sich eine eigene Weinkultur.

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