Wein:Weinanbaugebiet Pfalz

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Halbtrockener Gewürztraminer

Die Pfalz ist nach Rheinhessen das zweitgrößte Weinanbaugebiet in Deutschland (etwa 23.400 ha Anbaufläche) und das weltweit größte Anbaugebiet für Riesling.

Man kann folgende Rebsorten in der Pfalz finden:

Neben diesen Hauptrebsorten sind noch eine Fülle weiterer Rebsorten zugelassen. Das Gebiet zieht sich westlich des Rheins etwa von Worms bis zur französischen Grenze.

Die Pfalz ist bekannt für einfache, süffige und herzhafte Weine. Als Weißwein wird am meisten Müller-Thurgau, als Rotwein am meisten Blauer Portugieser hergestellt. Doch der Trend geht weg von der Herstellung von großen Mengen einfacher Weine hin zu der Produktion von hochwertigeren Weinen. Besonders im Norden der Pfalz reifen die hochwertigeren Rotweintrauben. Nach Süden hin fällt die Qualität stark ab. Am Mittelhaardt, einem lang gestreckten Mittelgebirge im Norden der Pfalz, wird ein sehr guter Riesling angebaut, der auch überregional von Bedeutung ist.

Im Süden der Pfalz werden bevorzugt Rotweintrauben angebaut. Das Klima ist hier insgesamt wärmer als im Norden und bietet den Sorten günstige Bedingungen für eine reiche Ernte. Traditionell ist es Blauer Portugieser, der angebaut wird. Doch die steigende Nachfrage nach Burgunder und vor allem Dornfelder, lässt den Anteil der letztgenannten Rebsorten schnell wachsen.

In den Lagen, die in die Rheinebene hinein laufen, werden mehr Weißweintrauben angebaut: Weißer Burgunder, Riesling, Silvaner und Kerner.

Nebenbei erwähnt: Im pfälzischen Speyer, genauer in der Sammlung Weinmuseum des Historischen Museums der Pfalz, liegt der älteste je gefundene Wein aus dem Jahre 325 n. Chr., dem so genannten "Römerwein von Speyer". In Speyer steht auch der "Domnapf", in den die spendable katholische Kirche zu hohen feierlichen Anlässen 1.580 l Wein füllen lässt, der dann so lange getrunken werden kann, bis die steinerne Schale leer ist.

Siehe auch[Bearbeiten]