Wein:Weinanbaugebiet Kreta

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Wappen von Kreta
Lage von Kreta in der Ägäis


Das Weinanbaugebiet Kreta auf der gleichnamigen griechischen Insel wird in vier Qualitätsweinanbaubereiche unterteilt, die über das Qualitätssiegel OPAP (Onomasia Proelefseos Anoteras Piotitos) verfügen:

  1. Archanes (800 ha)
  2. Dafnés (460 ha)
  3. Peza (770 ha)
  4. Sitía

Kreta liegt im östlichen Mittelmeer zwischen den drei Kontinenten Europa, Afrika und Asien und ist daher ein wichtiger Handelsschwerpunkt. Zu den Handelsgütern zählte schon lange auch Wein. Erste Hinweise auf die Weinherstellung stammen aus dem Jahr 2000 v. Chr.. Man fand eine Weinpresse, die auf diesen Zeitraum datiert werden konnte. Schon zu dieser und in der folgenden Zeit stellte Wein ein wichtiges Exportprodukt für die Insel dar.

Man schätzt die Größe der bebauten Rebflächen heute auf etwa 50.000 ha. Sie liegen vor allem im Norden und im Osten der Insel. Hier haben die Reben ausreichenden Schutz vor den starken Winden auf der Insel, die an der Südküste immer wieder vorkommen. Für die Weinherstellung genutzt werden etwa 7.400 ha Rebfläche. Ein Großteil des Weinanbaus dient der Herstellung von Rosinen.

Man baut auf Kreta mit Masse heimische Rebsorten an, deswegen ist der Wein der Insel auch immer von der heimischen Kultur geprägt. Die Anbaufläche der Insel ist so groß, dass fast ein Fünftel des griechischen Weins hier gekeltert wird. Kretas Weinbau hatte im Laufe seiner Geschichte einen ungeheuren Vorteil: es blieb als eines der ganz wenigen Weinbaugebiete von der Reblauskatastrophe verschont.

Chima heißt ein kretischer Hauswein, der von den Einwohnern selbst gekeltert wird.

Siehe auch[Bearbeiten]