Wein:Weinanbaugebiet Burgenland

aus dem Koch-Wiki (kochwiki.org)
Wechseln zu:Navigation, Suche
Flagge des Burgenlands
Lage des Burgenlands in Österreich

Das österreichische Weinanbaugebiet Burgenland ist mit Niederösterreich das wichtigste Weinanbaugebiet des Staates. Über 14.050 ha (2012) werden im burgenländischen Weinanbau bewirtschaftet. Es wird untergliedert in die Weinanbaubereiche

  • Neusiedlersee (7.649 ha) und Neusiedlersee-Hügelland (3.576 ha) (2012): Durch das günstige Klima mit 2000 Sonnenstunden jährlich wird in der Region viel Weinanbau betrieben, wobei viel Wein in andere Regionen verkauft, aber auch in zahlreichen Heurigenbetrieben und Vinotheken direkt vermarktet wird. Die dominierenden Weißweinsorten sind der Welschriesling und der Weißburgunder. Bei den Rotweinen sind es Zweigelt, St. Laurent und Blaufränkisch. Das Weinanbaugebiet ist in den 1960er- und 1970er-Jahren mit Spezialitäten wie Trockenbeerenauslese und Eiswein bekannt geworden. Nach dem 1985er Weinskandal ging der Weinanbau einige Jahre stark zurück, in der Zwischenzeit hat die Qualität der produzierten Weine aber Weltklasseniveau erreicht. Spitzenbewertungen bei renommierten Kritikern wie Robert Parker belegen den Führungsanspruch der Weinbauregion in Österreich.Quelle: Neusiedler See bei Wikipedia
  • Mittelburgenland (Blaufränkischland) (2.326 ha): Hier wird vor allem der Blaufränkisch angebaut. Die Rebhänge der Region erstrecken sich auf einer Fläche von 2.000 ha von den Südausläufern des Ödenburger Gebirges bis zum Günser Bergland. Im Osten grenzt die ungarische Tiefebene an das Gebiet. Dadurch wird der pannonische Einfluss, der für die hervorragenden Traubenqualitäten verantwortlich ist, voll wirksam. Die lehmigen Böden sind für diese Rebsorte ideal. Im österreichischen Weingesetz wird das Blaufränkischland Mittelburgenland als eigenständiges Weinbaugebiet bezeichnet, da sich die Winzer des Mittelburgenlandes so intensiv mit der Sorte „Blaufränkisch“ befasst haben wie keine andere Region in Österreich. Der Weinanbau im Blaufränkischland lässt sich bis in die Keltenzeit zurückverfolgen. Zur Zeit der Römer erreichte der Weinanbau einen Höhepunkt, als das Gebiet der Provinz Pannonia einverleibt wurde. Nach Rückschlägen zur Zeit der Völkerwanderung setzte im 14. Jahrhundert eine weitere Blütezeit ein. Die Türkenkriege im 16. und 17. Jahrhundert setzten dem Weinanbau schwer zu. Nach einem Zwischenhoch zerstörte die Reblauskatastrophe wie in ganz Europa die Weingärten des Gebietes. Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Hauptsorte an Beliebtheit zu gewinnen. Der Blaufränkisch ist vorwiegend in den Weinorten Deutschkreutz, Horitschon, Neckenmarkt, Lutzmannsburg, Raiding, Unterpetersdorf und Großwarasdorf zu finden. Nur auf diesen Böden zeigt der Wein seine tiefen Weichselaromen und spiegelt das Gebiet wider. Die Winzer des Blaufränkischlandes-Mittelburgenland vinifizieren in ihren Kellern drei Weintypen, und zwar „klassische“ - in Edelstahltanks oder großen Holzfässern ausgebaute, „Barriques“ - in kleinen Eichenfässern gelagerte Rotweine und „Cuvées“ - bei denen die Sorte Blaufränkisch ein wesentlicher Bestandteil ist. Quelle: Blaufränkischland bei Wikipedia
  • Südburgenland (499 ha) (2012): vorwiegende Weinsorten: Blaufränkisch, Zweigelt, Welschriesling, Uhudler

Siehe auch[Bearbeiten]