Wein:Verdejo

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Verdejo ist eine Rebsorte zum Ausbau von Weißwein auf der Iberischen Halbinsel.

Synonyme[Bearbeiten]

Die Rebe hat noch die Namen Botón de Gallo Blanco, Gouveio (bis zum Jahre 2000 am Duoro), Verdeja, Verdeja Blanca, Verdejo Blanco, Verdelho (port.) und Verdello (it.).

Im Jahre 2000 verlor Verdejo das Synonym Gouveio per Dekret, um eine Verwechslung mit dem echten Godeio zu vermeiden.

Verbreitung und Verwendung[Bearbeiten]

Bereits seit dem 15. Jahrhundert ist die Rebe in Castilla y León in den Provinzen Avila, Segovia und Valladolid bekannt.

Die Rebsorte stammt aus dem Weinanbaugebiet Rueda, wo sie heute noch ein Anbaugebiet von über 6.000 ha einnimmt. Angebaut wird sie fast ausschließlich in den nordspanischen Weinanbaugebieten Cigales, Rueda und Toro.

Nachdem früher stark oxidierte sherryartige Weine aus Verdejo hergestellt wurden, machte der französische Professor Émile Peynaud auf die Rebsorte Verdejo aufmerksam und sorgte für die Erkenntnis des gewaltigen Potentials dieser Traube bei modernem Weinanbau. Durch neue Produktionstechniken (schneller Transport der Trauben zum Keller, Pressen der Trauben unter einem Schutzgaspolster) konnte die überragende Frische des Mosts konserviert werden. Wegen der besonderen Sauerstoffempfindlichkeit werden die Trauben wegen der Kälte nachts gelesen, wenn hohe Qualitäten erreicht werden müssen.

Die Traube wird meistens zusammen mit den Rebsorten Palomino und Macabeo sowie zunehmend mit Sauvignon Blanc zu einem trockenen, frischen Weißwein verarbeitet.

Verdejo-Wein sollte meist jung getrunken werden, er entwickelt nach einigen Jahren in der Flasche einen nussig-cremigen Charakter.

Aus Trauben dieser Sorte wird einer der überzeugendsten Weißweine der Iberischen Halbinsel erzeugt.

Portugal[Bearbeiten]

Als Verdelho ist die Rebe auch in Portugal vertreten, allerdings mit einer Anbaufläche von 20 ha nur auf den Azoren, im Tejo und auf Madeira. Der Verdelho wird auch noch angebaut in Australien (1.603 ha).

Siehe auch[Bearbeiten]