Wein:St. Laurent

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St. Laurent
St. Laurent
Rezepte, die auf diesen Wein verweisen


St. Laurent ist eine Rebsorte zum Ausbau von Rotweinen aus der Burgunderfamilie.

Herkunft[Bearbeiten]

Immer wieder hat man den gleichnamigen Ort im Bordeaux mit der Abstammungsgeschichte der Sorte in Verbindung gebracht, richtig entdeckt hat sie im Jahre 1870 der Rebenzüchter Johann Philipp Bronner aus Wiesloch im Rhein-Neckar-Kreis. Er gab ihr die Bezeichnung "Schwarzer" und legte ihr eine französische Urheimat nahe. Andere Quellen vermuten, dass sie aus Niederösterreich stammt und über Frankreich nach Deutschland gelangte.

Tatsächlich spricht einiges für eine Verwandschaft mit dem Pinot Noir, denn sowohl im Weingarten als auch im Geschmacksbild zeigen die beiden Sorten manche Übereinstimmung.

Hauptanbaugebiete[Bearbeiten]

Die wichtigsten Anbaugebiete des weltweit auf rd. 3.300 ha angebauten Rebstocks sind in Österreich (Neusiedlersee (334 ha) und Thermenregion (148 ha)) und in Deutschland (Weinanbaugebiet Pfalz (295 ha) und Rheinhessen (291 ha)). Außerdem wird die Rebe noch in Tschechien (1.291 ha) und in der Slowakei (939 ha) in erwähnenswerten Mengen angebaut.

Synomyme[Bearbeiten]

Der Wein hat eine ganze Anzahl von Synonymen- Ein wohl vollständige Liste findet man bei Wikipedia.

Namensgebung[Bearbeiten]

Der 10. August ist der Tag des heiligen Laurentius, und ab diesem Datum beginnen die Trauben normalerweise auszureifen.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Der St. Laurent mag leichtere Böden, treibt sehr früh aus (was der Burgunder nicht tut), weist eher dicke Traubenschalen auf und erbringt dunkle, samtige Rotweine. Man muss diese Sorte im Ertrag sehr beschränken, um gute Konzentration und eine gewisse Lagerfähigkeit zu erreichen. Sein weichselfruchtiges, manchmal zartherbes Bukett hat viele Freunde gewonnen, eine angemessene Reifezeit in der Flasche nützt dieser Sorte sehr. Positive Erfahrungen wurden mit dem St. Laurent als Verschnittpartner gewonnen.

Siehe auch[Bearbeiten]