Wein:Cuvée

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Ein Kerner

Der Begriff Cuvée (franz. für "Jahrgang", in der Weinsprache für "Verschnittwein") auch Mélange (franz. für "Mischung") oder Mariage (franz. für "Vereinigung") wird nicht einheitlich verwendet. In diesem Artikel soll nur die Bedeutung beschrieben werden, die der Begriff in Deutschland hat.

Cuvée ist in Deutschland ein Wein, der aus verschiedenen Rebsorten hergestellt wird, also ein nicht sortenreiner Wein - in Deutschland bei Qualitätsweinen eher eine Ausnahme. Bei uns ist es fast selbstverständlich, sortenreine Weine herzustellen. Man spricht auf dem Etikett bspw. von einem Riesling, einem Silvaner oder einem Blaufränkisch. In vielen anderen Ländern ist es es aber üblich, Wein zu verschneiden, also mit anderen Weinen zu mischen.

Sortenreine Weine kann man bspw. in Italien kaum erwerben. Um einen gleichbleibenden Geschmack zu erhalten, werden hier immer verschiedene Rebsorten miteinander verschnitten. Die Weine tragen dann nicht die Namen der Rebsorten, sondern den der Herkunft.

Das macht man, um über Jahre hinweg gleichbleibende Weine zu erzeugen. Ist eine Rebsorte in einem Jahr nicht gelungen und eine andere besser, verändert man das Mischungsverhältnis, und man ist wieder beim Geschmack des Vorjahres. Das ist wichtig, weil viele Supermarktkunden und Kunden in der weniger anspruchsvollen Gastronomie jedes Jahr unter gleichem Namen Wein mit dem gewohnten Geschmack erwarten.

In Deutschland ist dieses Verfahren bei Tafelwein und Landwein durchaus üblich, bei den Qualitätsweinen bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) eher nicht. Die sind in der Regel sortenrein.

Das Bild zeigt einen sortenreinen Qualitätswein mit Prädikat aus der Rebsorte "Kerner" der Weinlage "Trittenheimer Altärchen" im Weinanbaubereich Bernkastel des Weinanbaugebietes Mosel (ehemals Mosel-Saar-Ruwer), eines von 13 Weinanbaugebieten in Deutschland.

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