Wein:Allgemeine Tipps zur Weinauswahl

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Essen und Wein müssen aufeinander abgestimmt werden, erst dann wird das Essen zum Hochgenuss. Doch welchen Wein reicht man zu welcher Speise? Eine Frage, die nie abschließend beantwortet werden kann. Die Weine ändern sich von Jahr zu Jahr. Zwei identische Weine bekommt man nie auf den Tisch. Die Bedingungen für den Wein ändern sich zu schnell.

Tipp 1[Bearbeiten]

Wirf alte Regeln über Bord. Da wäre zum Beispiel die alte Regel: „Helles Fleisch, heller Wein.“ Ein Schweinebraten hat zum Beispiel helles Fleisch. Dazu gibt es eine schwere Sauce mit Rotkohl und Knödeln. Dazu einen Weißwein zu servieren, wäre schrecklich. Da muss ein Rotwein her.

„Fisch schmeckt nur mit Weißwein.“ Wenn man eine schöne Scholle hat, nur leicht angebraten mit etwas Gemüse und Kartoffeln, dann sicher ja. Zu schweren Fischgerichten passen aber besser Rotweine.

Tipp 2[Bearbeiten]

Der Artikel Der Aspekt der Aromen geht näher auf diesen Tipp ein. Weine enthalten verschiedene Aromen, die man auch in Speisen wieder finden kann. Damit kann man sehr schön arbeiten, indem man Speisen, die ein bestimmtes Aroma haben, auch einen Wein folgen lässt, der das gleiche Aroma hat.

Tipp 3[Bearbeiten]

Die Süße und die Würze einer Speise wird durch Alkohol unterstützt. Wer also süße oder würzige Speisen serviert, der sollte einmal einen Blick auf den Alkoholgehalt seines bevorzugten Weins riskieren.

Tipp 4[Bearbeiten]

Viele Speisen enthalten viele Bitterstoffe. Serviert man dazu einen Wein, der sehr fruchtig und halbtrocken ist, wird der Speise die Bitterkeit ein wenig genommen.

Tipp 5[Bearbeiten]

Fettiges Essen wird durch Alkohol leichter verdaubar. Wissenschaftlich ist diese Behauptung nicht zu halten, aber ein Magenbitter nach dem Essen wirkt oftmals Wunder. Auch wenn es nur ein Placebo-Effekt ist. Genauso wirkt der Alkohol im Wein. Fettiges Essen verträgt auch einen Wein mit hohem Alkoholgehalt.

Tipp 6[Bearbeiten]

Die Zubereitungsart kann bei der Weinauswahl eine wichtige Rolle spielen. Gegrilltes Fleisch, egal ob rot oder weiß, (oder auch Fisch) wird mit einem Tannin-reichen Wein gut harmonieren. Ausgekochtes Fleisch kommt mehr mit einem Weißwein klar, der auch ein wenig mehr Säure haben darf.

Tipp 7[Bearbeiten]

Hat man es mit einer sehr scharfen Speise zu tun, kann man die Schärfe mit Wein abmildern. Ein guter Weißwein mit viel Frucht leistet hier gute Arbeit. Der klassische Riesling findet Verwendung. Aber auch ein schöner Gewürztraminer kommt in Frage.

Tipp 8[Bearbeiten]

Ein alter Spruch aus meiner Ausbildung lautet: „Vom Leichten zum Schweren!“ So ist das auch beim Wein. Die leichten Weine kommen zuerst, und man steigert das Ganze dann immer weiter. Daraus folgt auch: Vom Weißwein zum Rotwein. Wenn man dann tatsächlich ein Menü herstellt, sollten die ersten Speisen mit Weißwein und ab dem Hauptgericht mit Rotwein bedient werden. Das ist nicht so einfach, und diese Regel hat viele Ausnahmen.

Tipp 9[Bearbeiten]

Schwere Weine schmecken im Winter besser als im Sommer und umgekehrt. Aber dies ist nur eine Faustregel. Da muss man immer noch gucken, was auf der Speisenkarte steht.

Siehe auch[Bearbeiten]