Pemmikan

aus dem Koch-Wiki (kochwiki.org)
Wechseln zu:Navigation, Suche
Achtung.png Dieser Artikel oder Abschnitt ist noch unvollständig oder enthält noch Unklarheiten. Wenn die Seite vervollständigt wurde oder die Unklarheiten beseitigt wurden, kann dieser Baustein entfernt werden. Hilf mit und verbessere den Artikel! Weitere Hinweise und Informationen auf der Diskussionsseite. Icon in arbeit.png
Wikipedia
Diese Seite basiert in ihrer ersten oder einer späteren Version auf dem Artikel „Pemmikan“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Versionen und Autoren verfügbar.
Pemmikan
Pemmikan
Zutatenmenge für: beliebig
Zeitbedarf: ca. 12–20 Stunden
Hinweise: Enthält Alkohol: nein Nicht vegetarisch
Schwierigkeitsgrad: mittel

Pemmikan (aus der Sprache der Cree: pimikan, zu pimii, ‚Fett‘) ist eine sehr nahrhafte und haltbare Mischung aus zerstoßenem Dörrfleisch und Fett, das die Indianer Nordamerikas als Reiseproviant und Notration mit sich führten.

Zutaten (Verhältnisangaben, lässt sich mit jeder Menge so durchführen)[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

Zubereitung[Bearbeiten]

Trocknen[Bearbeiten]

Zuerst muss das Fleisch getrocknet werden. Dazu werden alle Sehnen, Häute und Fett entfernt. Das ist wichtig, damit es später problemlos gemahlen werden kann. Es können aber auch die entfernten Teile mitgetrocknet, mitgemahlen und später wieder aussortiert werden. Nun wird das Fleisch in sehr, sehr feine und dünne Streifen geschnitten. Das spätere Zerstoßen des Fleischs wird einem sehr erleichtert, wenn man es quer zur Richtung der Muskelfasern schneidet. Zum Trocknen wird das Fleisch auf lange Spieße gehängt, mit einem etwa bleistiftdicken Abstand, oder es wird auf einen Rost oder ein Gitter gelegt. Dieses wird bei 50–55 °C Umluft etwa 10–18 Stunden im Ofen getrocknet, bis die letzte Feuchtigkeit aus dem Fleisch ist. Eventuell ist es nötig, besonders bei neueren Öfen, ein kleines Schneidebrett oder Holzstück in die Ofentür zu klemmen, damit die Luft entweichen kann.

Das Fleisch ist fertig, sobald man beim Zerkrümeln zwischen den Fingern keine Feuchtigkeit mehr bemerkt, es also feine Krümel oder Pulver bildet. Das Fleisch verliert beim Trocknen etwa 75% seines Gewichts. Getrocknetes Fleisch zieht Wasser an, es muss also luftdicht in Einmach- oder Honiggläser verschlossen, oder sofort verbraucht werden, sonst verdirbt es.

Talgherstellung[Bearbeiten]

Talg gewinnt man, indem man das schwabblige, gelblich-weiße Fett von Rind- oder Schaffleisch ablöst, in kleine Würfel schneidet und es in der Pfanne so lange brät, bis die Würfel sehr klein geworden sind. Nun wird das flüssige Fett in eine kleine Schüssel gegeben, und die Grieben (kleine Fettwürfel) werden gesalzen. Man kann sie gleich so essen oder im Pemmikan verarbeiten.

Pemmikan[Bearbeiten]

Zur Herstellung des Pemmikan wird nun das Fleisch zu Pulver gemacht, zum Beispiel mit einem Mörser und einem Stößel (oder im Mixer, ist wesentlich leichter). Das kann sehr anstrengend sein und lange dauern. Darum sollte man die getrockneten Fleischscheiben erst noch weiter klein schneiden. Nun wird das Pulver mit dem Talg vermischt, z. B. in der Küchenmaschine oder per Hand. Das Mischungsverhältnis ist immer drei Teile Fleischpulver (echte Massenanteile, nicht die vom frischen Fleisch) und ein Teil Talg. Am Ende erhält man aus der oben genannten Menge etwa 90 g Pemmikan.

Das Ganze kann nach Belieben gewürzt werden, sollte aber viel Salz enthalten, eventuell Gemüsebrühepulver, da das Glutamat den Geschmack verbessert. Es schmeckt nämlich anfangs sehr nach Papier, wenn man länger kaut, allerdings nach Fleisch. Falls man getrocknete Beeren hineintut, erhält man Mokakin.

Man kann den Pemmikan entweder pur oder mit Brot oder Ähnlichem zusammen essen, oder eine Suppe daraus kochen. Er ist in dieser Form bei geeigneter Lagerung bis zu 2 Jahre haltbar.

Varianten[Bearbeiten]