Kategorie:Getreidesorten

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Diese Kategorie beschreibt Getreidesorten als Zutaten.
Gerichte und deren Rezepte, in denen Getreide als wichtige Zutat verwendet wird, findet man in der Kategorie:Getreide.


"Unser täglich Brot gib uns heute..." ist eine Zeile im Vaterunser, dem in der Christenheit weitestverbreiteten Gebet. Dieses Brot, was die Menschheit zum Sattwerden benötigt, wurde und wird aus Getreide hergestellt. Fladenbrote und Getreidebrei waren über Jahrhunderte das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung. Weltweit werden alljährlich etwa 2,75 Mrd. to Getreide geerntet, in Asien hauptsächlich Reis, in Amerika Mais und in Afrika Hirse. In Deutschland ist mit 25 Mio. to der Weizen das meistangebaute und ertragreichste Getreide. Hinzu kommen Gerste, Roggen, Dinkel[[Zutat:|Zutat:]], ein wenig Hafer und seit den 1960er Jahren - sehr zur großen Freude der Wildschweine - der Mais.

Schon vor 10.000 Jahren in der Jungsteinzeit stellten die Menschen fest, wie wertvoll die stärkehaltigen Körner der Süßgräser als Energielieferanten waren und begannen mit der Getreidepflanzung den Ackerbau. Hier war die Keimzelle komplexer Hochkulturen, denn Korn konnte man lagern, so dass Handel und Vorratshaltung möglich waren.

Emmer und Einkorn waren die ersten bekannten Getreidesorten, die Urahnen unseres Weizens, wozu auch der Dinkel gehört. Rund 90 % des Weizens werden heute von Multifunktionsmaschinen schon ab Ende September als Winterweizen gesät. Er hat eine längere Vegetationsperiode und bringt höhere Erträge als Sommerweizen und ist früher erntereif. Im Übrigen liebt Weizen warme Sommer und tonhaltige Böden, hat jedoch Probleme bei weniger als 800 mm Niederschlag im Jahr. In Bezug auf Stickstoff ist er sehr anspruchsvoll, weshalb gedüngt wird. Anspruchsloser ist Roggen, der auch in kühleren Regionen gedeiht und Fröste unter -20 °C verträgt. Gerste wächst sogar auf den salzhaltigen Böden Norddeutschlands.

Aus jedem im Herbst gesäten Korn wachsen im Frühjahr zwei bis drei Ähren mit je 25 bis 40 Körnern. Diese Reifephasen unterscheiden die Bauern[1]: Milchreife, wikipedia:Teigreife, Gelbreife, Vollreife und Totreife. Geerntet wird in der Phase der Voll- und Totreife. Es gibt jedoch eine Ausnahme beim Dinkel: Siehe Dinkel-Seite.

Das Getreide erhält im Laufe des Sommers und im Zuge seiner Reifung alle Energie aus Erde, Wasser und Licht und kann nun mit Mähdreschern geerntet werden. Diese Maschinen mähen, dreschen und "trennen die Spreu vom Weizen". Die schwere Arbeit auf dem Feld und in der Scheune - der Autor hat sie als Knabe in den Schulferien selbst erlebt - ist inzwischen Geschichte.

Nicht Geschichte sind die nun folgenden Erntedankfeste. Hier wird mit Ährenbündeln in der Kirche, mit Fruchtteppichen, mit Volksfesten und Prozessionen gefeiert. Die Menschen danken ihrem Gott (welcher Religion auch immer) für alles, was die Ernte mit sich brachte: Getreide für Mehl, Tierfutter und Stroh, mit dem man früher (z.T. auch heute noch) die Dächer deckte, das als Streu für die Tiere im Stall dient oder kleingehächselt wieder auf die Felder kommt, wo wenige Wochen später wieder aus neuen gesäten Körnern Keime, Triebe und Getreide wächst, um Basis für "unser täglich Brot" zu sein oder als "Brot für die Welt".

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landwirtschaftskammer NRW (PDF)

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