Gesundheit:Bitterstoff

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Bitterstoffe sind chemische Verbindungen in Nahrungsmitteln, die bitter schmecken. Ursprünglich signalisierten Bitterstoffe eine Gefahr, dass eine Pflanze vielleicht giftig ist. Daher haben vor allem Kinder mit mehr oder weniger natürlichem Geschmacksempfinden eine Abneigung gegen alles, was bitter schmeckt, so z.B. gegen Radicchio, Grapefruit und Chicoree. Kinder und nicht nur die bevorzugen die Geschmacksrichtung "süß", was die Lebensmittelindustrie veranlasst, Bitterstoffe in den Produkten zu minimieren und sehr viel Zucker einzusetzen.

Dabei sind Bitterstoffe wahre Gesundbrunnen für den menschlichen Organismus: Sie sind wichtige Verdauungshelfer und natürliche Appetitzügler. Verzichten wir auf diese Stoffe, so fehlen dem Körper wichtige Bausteine der körpereigenen Regulation. Schon ein geringfügiger Kontakt der Zunge mit einem bitteren Lebensmittel regt die Produktion verdauungsfördernder körpereigener Sekrete an wie Speichel, Magensaft, Gallenflüssigkeit und Bauchspeicheldrüsensekret, was dem Körper hilft, die aufgenommene Nahrung in verwertbare Bestandteile zu zersetzen und sie den Stoffwechselprozessen leichter zuzuführen. Hinzu kommt, dass der bittere Geschmack eher ein Sättigungsgefühl erzeugt und somit auf natürliche Weise den Heißhunger auf Süßes bremst. Bitterstoffe haben darüber hinaus noch eine anregende Funktion auf die Leber, die Giftstoffe abbaut und zur Ausscheidung bringt. Zudem wird auf natürliche Weise ein Säureüberschuss im Körper abgebaut und ausgeschieden.

Aus den genannten Gründen kann also nur empfohlen werden, Gemüsesorten und Kräuter in den täglichen Speiseplan aufzunehmen, die reich an Bitterstoffen sind, den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen:

Quelle[Bearbeiten]

  • TV-Zeitschrift Gong Nr. 5/2016: Alexandra Brunner: Bitter nötig für den Körper