Christstollen nach Dresdner Art

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Christstollen nach Dresdner Art
Christstollen nach Dresdner Art
Zutatenmenge für: 3 Stollen à 1000 g
Zeitbedarf: 3 Stunden
Hinweise: Enthält Alkohol: ja Vegetarisch
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwierig

Zu den wohl berühmtesten Weihnachtsspezialitäten aus Sachsen gehört der Dresdner Stollen. Er ist, so meinen viele, nicht einfach herzustellen. Doch keine Angst, mit dem folgenden Rezept ist der Christstollen kein unüberwindliches Problem mehr. Voraussetzung für das Gelingen ist das genaue Einhalten der Backanleitung.

Dresdner Chtiststollen Stollen ist ein besonders gehaltreicher Butter-Rosinen-Stollen: Auf 3 kg Stollen kommen in diesem Rezept allein 0,5 kg = 17 % Butter und 1,4 kg = knapp 50 % weitere, süße Zutaten. Die Bezeichnungen "Dresdner Stollen", "Dresdner Christstollen" und "Dresdner Weihnachtsstollen" wurden im Jahre 2010 auf Antrag Deutschlands als "geschützte geographische Angabe" nach europäischem Recht eingetragen. Das bedeutet, dass nur die in der Region Dresden hergestellten Stollen diesen Namen tragen dürfen. Zur Region gehören außer Dresden noch die Gemeinden Moritzburg, Radebeul, Arnsdorf, Ottendorf-Okrilla, Radeburg, Coswig, Pirna, Wachau, Freital, Radeberg, Weinböhla und Heidenau. Weiterhin ist vorgeschrieben, dass Dresdner Stollen nicht in Formen gebacken werden dürfen. Zudem müssen sie auf 100 Teile Mehl mindestens 50 Teile Butter, 65 Teile Sultaninen, 20 Teile Orangeat und/oder Zitronat und 15 Teile Mandeln enthalten. Die Verwendung von Margarine oder künstlichen Konservierungsstoffen und Aromen ist nicht erlaubt. Auch die Beschriftung und Gestaltung ist vorgeschrieben. Was die vorgeschriebenen Inhaltsstoffe betrifft, ist dieses Rezept also kein "Dresdner Stollen", sondern ein Christstollen nach Dresdner Art.

Zutaten[Bearbeiten]

Kochgeschirr[Bearbeiten]

Zubereitung[Bearbeiten]

Vortag[Bearbeiten]

  • Mandeln, Rosinen, Korinthen, Zitronat, Orangeat in je eine Schüssel legen und mit der Vanille-Rum-Essenz übergießen.
  • Alle übrigen Zutaten am Abend vorher in die gut gewärmte Küche bringen.

Backtag[Bearbeiten]

  • Das Mehl in eine große Schüssel sieben.
  • In die Mitte eine Vertiefung drücken.
  • Die Hefe zerkrümeln und mit der lauwarmen Milch und 1 TLTeelöffel (5 ml) Zucker verrühren.
  • Dieses in die Vertiefung geben und von den Rändern etwas Mehl in die Flüssigkeit schieben.
  • Zugedeckt stehen lassen, bis das Hefestück aufgegangen ist und auf seiner Oberfläche Risse zeigt.
  • Nun mit dem gesamten Mehl, Zucker und Vanillezucker, der weichen Butter und dem Ei verrühren.
  • Mit geriebener Zitronenschale, Salz, Muskat, Bittermandel-Aroma und Kardamom würzen.
  • Den Teig zugedeckt stehen lassen.
  • Rosinen, Korinthen, Orangeat, Zitronat und Mandeln in den aufgegangenen Teig einarbeiten.
  • Den Teig in Stücke von etwa 1000 g (ergibt 3 Stollen) teilen und zu Laiben formen.
  • Eine Hälfte mit dem Wellholz etwas flacher drücken und die andere der Länge nach zu drei Vierteln darauf klappen.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Stollen darauflegen und eine halbe Stunde treiben lassen.
  • Zwischen die Stollen vor dem Backen doppelte Streifen von Alufolie legen, damit sie nicht zusammen backen.
  • Anschließend die Stollen im gut vorgeheizten Ofen bei ca. 200 Grad (mittlere Schiene) reichlich eine Stunde backen.
  • Gegen Ende der Backzeit evtl. mit Alufolie zudecken, damit die Kruste nicht zu dunkel wird.
  • Die noch heißen Stollen mit warmer Butter einpinseln und mit Puder-Vanillezucker bestreuen.

Galerie[Bearbeiten]

Hinweis[Bearbeiten]

  • Die Kruste aus Butter und Zucker hält den Stollen wochenlang frisch.
  • Nach dem Auskühlen die Stollen zum Aufbewahren in Frischhaltefolien bzw. Stollentüten aufbewahren. Aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen nicht in Alufolie verpacken!
  • Man sollte ihn möglichst erst nach 14 Tagen anschneiden.

Beilagen[Bearbeiten]

Varianten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]