Bier:Braugold

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Braugold-Truck "Faun Roadtrain" in einer Sicht-Verpackung

Braugold ist der Kurzname eines thüringischen Bieres und seiner Brauerei, der Braugold Vertriebs GmbH & Co. KG, die bis 2010 in Erfurt tätig war und zu den größten Brauereien des Bundeslandes zählte und zeitweilig Marktführer in Thüringen war.

Die Braugold-Brauerei entstand im Jahre 1920 durch die Fusion von zwei Brauereien, die im 19. Jahrhundert entstanden waren. Dies waren die Brauereien Büchner und Baumann, die im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Unter der Leitung von Büchner zog die Brauerei 1888 an den Standort in der Löbervorstadt in der Nähe des Erfurter Stadtparks, wo sie bis zuletzt ihren Sitz hatte.

1920 erfolgte der Zusammenschluss der Brauereien Baumann und Büchner mit der von Carl Adolf Riebeck gegründeten Leipziger Riebeck Brauerei AG. 1921 wurden in der neuen Großbrauerei 100.000 hl Bier produziert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beschritt die Brauerei wie viele andere den Weg der sozialistischen Marktwirtschaft der DDR: 1948 wurde sie "Volkseigentum", 1956 erhielt sie ihren noch heute gültigen Namen, 1967 begann die Produktion der heute meistverkauften Sorte Braugold Pilsner Spezial, 1969 wurde sie in den neu geschaffenen VEB Getränkekombinat Erfurt eingegliedert, zusammen mit acht anderen des Bezirks Erfurt. Sitz des Kombinats wurde der Braugold-Stammbetrieb.

Die Wende brachte das Ende des Getränkekombinats. Zunächst übernahm die Licher Brauerei den Braubetrieb, 1996 ging die Brauerei in den Besitz der Riebeck-Gruppe über, Nachfolgerin des früheren Eigentümers. Zum 1. Januar 2011 übernahm die Getränkegruppe Waldhoff die Braugold-Brauerei.

Seit Herbst 2010 erfolgt das Brauen und Abfüllen von Braugold in einer Braunschweiger Brauerei, da im weitgehend heruntergewirtschafteten Brauereigebäude eine kostendeckende Produktion nicht mehr möglich war.

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